Bitcoin Bar Room 77 – Berliner Kultstätte schließt

Schon 2011 öffnet in Berlin mit Room 77 eine Bar, die Bitcoin (BTC) als Zahlungsmethode akzeptierte und sich als Treffpunkt der Kryptoszene etablierte. Nun ist mit der auch international bekannt gewordenen Kultstätte Schluss – Room 77 schließt seine Pforten.

Mit dem Werbespruch „Warmes Bier, herzlose Frauen und Fast Food, langsam gemacht“ setzte der Pub Room 66 in Berlin Kreuzberg 2011 sein Motto und Selbstironie war angesagt. Doch das eigentliche Alleinstellungsmerkmal von Room 66 war, schon damals Bitcoin (BTC) anzunehmen, wenn bestellt und bezahlt wurde. Gründer Jörg Platzer sah sein Etablissement als Ort, an dem sich die Kryptoszene treffen und austauschen würde. Die Rechnung ging auf, Dutzende von Medienberichten über Room 77 machten sogar international die Runde. Aber mit dem geselligen Zusammensein unter Gleichgesinnten im Room 77 ist es jetzt vorbei, Platzer verkündet auf Reddit das Ende der Bar.

„Und danke für Fisch“ schreibt Platzer, eine Anspielung auf die legendäre Romanreihe „Per Anhalter durch die Galaxis“. In dieser beschreibt Douglas Adams Zukunftsvisionen mit viel Witz. Platzer resümiert jetzt, der Room 77 habe seine Mission erfüllt und scheide im Guten. Niemand könne Bitcoin noch aufhalten, so Platzer. Er erinnert daran, dass Room 77 ein Platz war, an dem Zukunft geschrieben wurde und viele Besucher erstmals mit BTC in Berührung kamen. In früheren Interviews betonte Platzer, wie Room 77 dabei geholfen hat, Bitcoin von dem Ruf zu befreien, ein Instrument von Kriminellen zu sein. Dort bekam Bitcoin ein Gesicht, im Room 77 war man nicht anonym unterwegs.

Ende von Room 77 – Kann es ein Comeback der BTC Bar geben?

In der Kryptoszene wurde das Aus von Room 77 durchweg bedauert, hier fühlte man sich daheim. Längst war Room 77 auch Treffpunkt auf für Communities geworden, die andere Kryptowährungen als Bitcoin bevorzugen. Das direkte Zusammensein hat eben doch seine Vorzüge zu Online-Konferenzen. Manch einer fragt sich, ob das Schließen von Room 77 nicht mit den Umsatzeinbrüchen in der Gastronomie durch Beschränkungen wegen der Corona-Pandemie zu tun hat. Andere vermuten Gentrifizierung und erhöhte Mieten als Ursache für den Rückzug. Platzer bleibt vorerst bei seiner Version – und wenn er früh kassierte BTC gehalten hat, dürfte er finanziell wohl ausgesorgt haben. Dennoch ist zu wünschen, dass sich Platzer zu einem Neuanfang von Room 77 aufrafft. Denn wohl jeder, der Room 77 je besucht hat, erinnert sich an den besonderen Charme zwischen Spelunke und Krypto-Treff.


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