Bitcoin notiert nach dem US-Einsatz in Venezuela im Plus und greift die Marke von 93.000 US-Dollar an. Auch Ethereum, XRP, Solana und andere Altcoins verspüren zum Jahresanfang Rückenwind. Ist der Trend nachhaltig?
Gelungener Start ins neue Jahr: Bitcoin ist nach den Feiertagen aus negativen Muster ausgebrochen, die Preiskurve steigt vorsichtig und hat am Montagvormittag Niveaus nahe 93.000 US-Dollar pro BTC erreicht. Zuvor war am Wochenende quer durch den Kryptomarkt ein positives Momentum zu erkennen, welches Beobachter auf die US-Operation in Venezuela zurückführen. Ethereum hat dabei die Marke von 3.100 US-Dollar geknackt, auch Solana, XRP und Cardano nehmen als populäre Altcoins Fahrt auf. Sind die jüngsten Entwicklungen für Bitcoin und Co. ein Hinweis darauf, was 2026 bevorsteht?
– Das Bitcoin Kryptojahr 2025 stellte sich als durchwachsen heraus, mit den Zugewinnen seit Samstag notiert BTC nun auf dem Level wie zum Jahreswechsel vor zwölf Monaten. Schon der erste Börsentag in 2026 am vergangenen Freitag hatte bei den Bitcoin ETFs mit Kapitalzufluss von 471 Millionen US-Dollar Aufbruchstimmung verbreitet, wie die Daten von SoSo zeigen.
– Auch Ethereum, die Nummer Eins unter den Altcoins, lässt sein kurstechnisch schwaches Kryptojahr 2025 mit einem deutlichen Wochenplus von über 4 Prozent hinter sich. Die psychologisch markante Marke von 3.000 US-Dollar sieht ETH jetzt wieder im Rückspiegel und Ethereum konzentriert sich auf 3.200 US-Dollar als nächste Herausforderung.
– Für XRP (Ripple) waren 2 US-Dollar ein Scheideweg, bei dem mit 12 Prozent Wochenplus und jetzigen Notierungen von gut 2,10 US-Dollar die Abzweigung nach oben genommen wurde. Solana hat sich mit 6 Prozent Plus seit den Nachrichten aus Venezuela auf über 135 US-Dollar aufgeschwungen, Cardano (ADA) kommt mit ebenfalls 6 Plus erstmals seit Wochen auf Preise knapp über 0,40 US-Dollar.
– Noch deutlicher schlägt das Preispendel für Meme Coins aus, Dogecoin (DOGE) verzeichnet rund 18 Prozent Plus seit dem US-Coup in Caracas. PEPE macht gar 64 Prozent Plus, BONK freut sich über 48 Prozent Plus, bei FLOKI sind es immerhin noch 36 Prozent Plus. Wiederkehrende Risikobereitschaft prägt den Aufschwung bei Dogecoin, PEPE, BONK, FLOKI und vielen anderen Meme Coins.
– In Venezuela bleibt die Situation unterdessen unübersichtlich. US-Präsident Donald Trump erwartet nach der Verhaftung des Machthabers Nicolas Maduro, dass die Führung des Landes seinen Anweisungen folgt. Die filmreife Festsetzung von Maduro ist völkerrechtlich heikel, doch die Märkte bewerten sie positiv wegen Aussichten auf fallende Ölpreise. Bitcoin spielt in der offiziellen Geldpolitik Venezuelas mit Reserven von 240 BTC nur eine Nischenrolle. Doch auf X verbreiten sich Gerüchte, dass Venezuela als Maßnahme gegen US-Sanktionen heimlich schon mindestens 600.000 Bitcoin angehäuft hat. Wird Trump nun versuchen, die Bitcoin Reserven Venezuelas in die strategischen BTC Rücklagen der USA zu überführen?
Fazit: Jahresauftakt 2026 verläuft für Bitcoin und Co. hoffnungsvoll
Die Machtdemonstration der USA in Venezuela war ein Paukenschlag, Bitcoin und die Kryptomärkte reagieren prompt. Während im Dezember 2025 noch Bitcoin Verkäufe zur Bereinigung von Portfolios und Optimierung von Steuerzahlungen den Trend prägten, scheint die Stimmung jetzt unbelastet. Wie bei BTC werden Anleger jetzt auch bei XRP, Solana und Ethereum die ETF Kapitalflüsse am heutigen Börsenmontag genau beobachten. Bitcoin könnte dabei das Argument „Reservewährung“ in die Karten spielen, welches wie der BTC Vergleich mit Gold in bewegten weltpolitischen Zeiten auf Anlageklassen abzielt, die Absicherung versprechen. Doch der jüngste Bitcoin Aufschwung steht noch auf wackeligen Beinen, wovon sich Ethereum, XRP, Solana und andere Altcoins kaum abkoppeln. Nichtsdestotrotz: Bitcoin meldet sich in 2026 im Plus zurück, diese Woche werden Optimisten auf Bestätigung warten.
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