Bitcoin fällt auf 75.000 US-Dollar, auch Ethereum, Solana, XRP unter Wasser

Bitcoin und und die Kryptomärkte müssen ein ernüchterndes Wochenende verdauen. Der Preisverfall der letzten Tage hält an, Bitcoin ist auf rund 75.000 US-Dollar zurechtgestutzt. Ethereum, Solana und XRP verlieren dramatisch.

Die Stimmung an den Kryptomärkten ist am Boden: Über die letzten fünf Tagen ist die Bitcoin Preiskurve von 88.000 auf 75.000 US-Dollar abgestürzt und notiert damit auf einem Stand wie zuletzt im November 2024. Damals war gerade Donald Trump als Sieger aus den US-Präsidentenwahlen hervorgegangen und 75.000 US-Dollar bedeuteten für Bitcoin noch ein Allzeithoch. Diesmal aber legt das Preisniveau von Bitcoin Risiken weitere Kursverluste nahe, auch Ethereum, XRP (Ripple) und Solana sind in kritische Preiszonen abgerutscht. Wie schlimm ist die Lage und wie kam es dazu?

– Schon am Freitag war Bitcoin auf 82.000 US-Dollar zurückgefallen. US-Präsident Trump drohte dem Iran unverhohlen mit Militär und in Sachen Geldpolitik stand die Nominierung des künftigen Chefs der Notenbank Fed an. Hier hat Trump sich dann auf Kevin Warsh festgelegt, der als „Falke“ gilt.

– Mit Warsh an der Spitze der Fed könnten die Zeiten vorbei sein, in denen die Notenbank die „Geldpresse“ anschmeisst. Kapital wendet sich schon jetzt von risikobehafteten Anlageklassen wie Bitcoin und Co. ab. Bei Ethereum fiel die Preiskurve mit einem Wochenminus von 23 Prozent auf etwa 2.200 US-Dollar in sich zusammen. Bei Solana addieren sich die Verluste auf 18 Prozent und aktuelle Preise um 100 US-Dollar werden zu einer markanten Richtungsentscheidung. XRP (Ripple ) geht es mit 16 Prozent Wochenminus und der jetzigen Preismarke von rund 1,50 US-Dollar kein Deut besser.

– Doch es traf nicht nur führende Kryptowährungen hart. Silber fiel von Rekordpreisen mit gut 115 US-Dollar am Donnerstag auf 75 US-Dollar pro Feinunze zurück, bei Gold ging es von 5.400 auf 4.500 US-Dollar zurück. Anleger sehen momentan weder Edelmetalle noch Bitcoin  als „sicheren Hafen“, der Dollar gewinnt durch die Aussicht auf Warsh als Fed-Chef an Attraktivität.

– Am Wochenende kamen weitere Stimmungskiller für Bitcoin hinzu. An den Märkten für Krypto Futures stand das Monatsende an, was zu erhöhten Handelsaktivitäten führt, bei denen sich „Bären“ durchsetzten, welche bei fallenden Preisen Gewinne einstreichen. Das erlebten Bitcoin, Ethereum, XRP und Solana  in aller Deutlichkeit, als Abwärtsspiralen entstanden.

Fazit: Bitcoin Preisverfall kritisch – droht nun ein „Krypto-Winter“?

Beobachter erinnert die Bitcoin Talfahrt an lange Durststrecken wie nach dem Bankrott der Kryptobörse FTX und dem Zusammenbruch des LUNA Ökosystems in 2022. „Krypto-Winter“ werden solche Perioden genannt, in denen eine Trendwende lange auf sich warten lässt. Pessimisten befürchten weitere Verluste bei Bitcoin, 70.000 US-Dollar wären dann eine mögliche Unterstützungslinie. Ethereum, XRP und Solana zeigen wie andere populäre Altcoins kein eigenes Momentum, sondern orientieren sich an Bitcoin. Optimisten hingegen hoffen, dass die zurückliegenden Horrortage „nur“ ein temporäres Tief hinterlassen und Bitcoin sich rasch berappelt. Einig aber ist man sich darüber: Die Situation wirkt kritisch, für kurz- und mittelfristige Aussichten steuern Bitcoin und Artverwandte auf einen Scheidepunkt zu. 

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