Die Waffenruhe im Iran wirkt anfällig, Bitcoin fällt leicht ins Minus. Eine neue Theorie zum BTC Erfinder Satoshi Nakamoto beschäftigt die Kryptoszene. Mehr dazu und andere Infos findet Du im heutigen Block-Builders Briefing.
BITCOIN
Bitcoin ist am Donnerstagmorgen nach 1 Prozent Minus auf rund 71.000 Dollar zurückgefallen. Die Bitcoin ETFs mussten am Vortag 124 Millionen US-Dollar Kapitalabfluss hinnehmen. Viel Aufmerksamkeit fand der neue Bitcoin ETF MSBT, der von der Großbank Morgan Stanley herausgegeben wird und mit den aktuell niedrigsten Gebühren in seiner Anlageklasse lockt. Das Handelsvolumen von MSBT erreicht mit über 30 Millionen ein Niveau, welches den neuen Bitcoin ETF zu einem der erfolgreichsten am Tag des Debüts macht, bemerkt Bloomberg Experte Eric Balchunas. Daten von Farside halten für den Morgan Stanley Bitcoin ETF 31 Millionen US-Dollar Kapitalzufluss an Tag Eins fest, ein solides Ergebnis.
Weniger solide waren wohl großangelegte Recherchen der New York Times, die sich auf die Suche nach dem mysteriösen Bitcoin Erfinder Satoshi Nakamoto gemacht hat. Als Lösung präsentiert die Zeitung Adam Back, einen Computerwissenschaftler, der früh an Themen wie Kryptografie und digitalem Geld arbeitete. Sein Sprachstil zeige Übereinstimmungen mit den Mails und Forenbeiträgen von Satoshi, argumentiert die NYT. Doch Adam Back widersprach auf X umgehend und stellte klar, er sei nicht Satoshi. Die Kryptoszene hat schon Dutzende von vermeintlichen Satoshis präsentiert bekommen, im Herbst 2024 beispielsweise Peter Todd, einen frühen BTC Entwickler. In der Satoshi Wallet lagern etwa 1 Million Bitcoin im Marktwert von gut 70 Milliarden US-Dollar – auch Adam Back wird nun erleben, als vermeintlicher Multi-Milliardär um Geld angegangen zu werden.
ETHEREUM
Ethereum ist auf knapp 2.200 Dollar abgerutscht nach einem Tagesminus von 2 Prozent. Die Ethereum ETFs haben am Börsenmittwoch 19 Millionen US-Dollar Kapitalabfluss gemeldet.
Für Irritationen sorgt einmal mehr die Ethereum Stiftung. Auf X kündigte sie an, 5.000 ETH in Stablecoins zu „konvertieren“, um Entwicklungsarbeit und Prämien für externe Projekte zu finanzieren. Doch die Wortwahl „konvertieren“ gefällt der Ethereum Community gar nicht, in Kommentaren spricht sie von schnödem „Abverkauf“. Gut 10 Millionen Dollar hat sich die Ethereum Stiftung durch das Manöver an Liquidität gesichert, was bei einem Jahresbudget von um 100 Millionen überschaubar bleibt – die Aufregung scheint übertrieben.
ALTCOINS
Unter den Gewinnern des Tages fällt BLUR mit rund 30 Prozent Plus auf. Das Projekt feierte 2023 Börsendebüt, BLUR war damals als eigener Token der gleichnamigen NFT-Plattform ein Pionier. Nun wittern einzelne Beobachter bereits ein Comeback der NFT Sparte mit BLUR als Vorzeichen.
Verlierer des Tages ist Algorand (ALGO) mit 11 Prozent Minus. Das Projekt erfährt neue Aufmerksamkeit, weil Google Forscher Algorand besser vor Quantencomputern abgesichert sieht als Bitcoin oder Ethereum. Seitdem erlebt ALGO eine Achterbahnfahrt mit mächtigen Ausschlägen in der Preiskurve.
Das Krypto-Stimmungsbarometer verharrt vorerst bei „Neutral“ und drückt damit die Vorsicht aus, welche an den Märkten für Bitcoin und Co. angesichts der Iran-Krise herrscht.
AUS DER KRYPTOINDUSTRIE
Ripple hat einen Report zum Stand der Krypto-Regulierung in Afrika vorgelegt und erwartet in diesem Jahr erhebliche Fortschritte in Ländern wie Kenia, Südafrika und Mauritius. Daraus leitet Ripple Chancen insbeondere für seinen Stablecoin RLUSD ab. In 2025 fand Ripple mit der Absa Bank und dem Finanzdienstleister Chipper Cash neue Kooperationspartner in Afrika. Anderseits lehrt die Erfahrung, dass die Kryptobranche gerne Afrika als Region für Pilotprojekte auswählt, die wie bei Cardano oder IOTA dann wenig Ergebnisse hervorbringen – unabhängige Kontrolle vor Ort ist kaum möglich.
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