Der Iran-Krieg tobt wieder, Bitcoin und Ethereum notieren seitwärts. In den USA stehen die Clarity Gesetze für den Krypto-Gesetze auf der Kippe, der Erfolg der Robinhood Chain bewegt die Branche. Das Block-Builders Briefing.
BITCOIN
Bitcoin tritt am Dienstagmorgen bei Preisen von rund 62.700 Dollar auf der Stelle, keine Veränderung zum Vortag. Die Bitcoin ETFs sind mit 425 Millionen US-Dollar Kapitalabfluss am Montag schlecht in die neue Woche gestartet.
Das weltgrößte Bitcoin Unternehmen Strategy hat nun schon die dritte Woche in Folge keine BTC hinzugekauft, sondern arbeitet an seiner finanziellen Stabilität. Per Pflichtmitteilung wurde bekannt, dass Strategy seine Cash-Reserven um 450 Millionen Dollar erhöhte und dafür MSTR Stammaktien verkaufte. Damit hat das Unternehmen nach eigenen Angaben jetzt 3 Milliarden Dollar zurückgelegt, um bis zu 20 Monate die Dividenden für seine Vorzugsaktie STRC bedienen zu können. Diese hat sich als Achillesferse für das Finanzkonzept von Strategy erwiesen und seit Ende Mai den Anschluss an ihren Zielpreis von 100 Dollar verloren. Momentan notiert STRC bei rund 87 Dollar. Auch die Strategy Stammaktie steht bei Preisen von 92 Dollar nur knapp über einem Jahrestief. Das Unternehmen hält 843.775 Bitcoin mit einem aktuellen Marktwert von knapp 53 Milliarden Dollar, doch die MSTR Stammaktie kommt nur noch auf eine Marktkapitalisierung von etwa 35 Milliarden. Das Mißtrauen der Börsianer löst sich also weiterhin nicht auf, selbst wenn Strategy sein Finanzkonzept der anhaltenden Preisflaute bei Bitcoin anpasst
ETHEREUM
Ethereum notiert am Dienstagmorgen seitwärts bei knapp 1.800 Dollar. Die Ethereum ETFs verzeichneten am Börsenmontag 15 Millionen US-Dollar Kapitalabfluss.
Beim führenden Ethereum Unternehmen Bitmine Immersion wird nach wie vor ein Zukaufkurs gefahren. 27.801 ETH fügte Bitmine seinen Reserven hinzu und baute sie so auf 5,77 Millionen Ethereum aus, wie per Pressemitteilung bekannt wurde. Das Unternehmen hält rund 4,8 Prozent aller umlaufenden Ethereum und will 5 Prozent erreichen. Vorstandssprecher Tom Lee hob den Erfolg der Robinhood Chain hervor, welche im Ethereum Ökosystem beheimatet ist und Gebühren in ETH einsammelt. „Alltagsnutzer dort beginnen, Ethereum als Geld zu begreifen“, sagte Lee. Aber auch die BMNR Stammaktie tut sich schwer und notiert mit rund 14,60 Dollar nicht weit weg vom Jahrestief bei 12,80.
ALTCOINS
Gewinner des Tages ist Curve (CRV) mit 10 Prozent Plus. Das traditionsreiche DeFi-Projekt ist bei der boomenden Robinhood Chain vertreten, Curve scheint so neuen Mut zu schöpfen.
Verlierer des Tages ist wie schon am Montag PI, diesmal waren es 18 Prozent Minus und das nächste Allzeittief. Das PI Konzept mit Fokus auf Smartphones und seinem Altcoin als Zahlungsmittel löst sich langsam in Luft auf.
Das Krypto-Stimmungsbarometer hält sich in der Zone „Angst“ und zeigt keine Impulse. Angesichts der Kämpfe um die Straße von Hormus und steigender Ölpreise ist das keine schlechte Nachricht.
AUS DER KRYPTOINDUSTRIE
Die von Präsident Donald Trump geforderten Clarity Gesetze der USA für den Kryptosektor hängen im Senat fest. Durch den plötzlichen Tod des angesehenen Senators Lindsey Graham schrumpfte die Mehrheit der Republikaner dort auf 51 zu 47 Sitzen der Demokraten. Clarity benötigt eine qualifizierte Mehrheit von mindestens 60 Stimmen. Trump forderte per Post, das Gesetzespaket im Gedenken an Graham endlich zu verabschieden. Sonst drohe China die Führungsrolle in Sachen Krypto zu übernehmen. Doch bei den Demokraten werden die privaten Krypto-Geschäfte von Trump und seiner Familie überaus kritisch gesehen, erst Anfang des Monats wurden 1,4 Milliarden Dollar Gewinn für den Präsidenten unter anderem durch seinen offiziellen Meme-Coin bekannt. Die Opposition fordert daher, Clarity um Paragraphen zu erweitern, welche dem Präsidenten und seinen engen Verwandten Engagement in der Kryptoindustrie wegen „Interessenkonflikten“ untersagen. Der Senat geht am 7. August in die Sommerpause, anschließend werden die US-Zwischenwahlen die Situation bestimmen. Für Clarity bleibt also nicht mehr viel Zeit, Beobachter sprechen von „Do-or-Die“, salopp mit „Alles oder nichts“ übersetzt.
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