Clarity Krypto Gesetze in USA abgelehnt, BTC leidet — Block-Builders Briefing

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Die Krypto-Gesetze Clarity scheitern im US-Senat krachend und schicken Bitcoin, Ethereum und Co. ins Minus. Arbitrum (ARB) als Nutznießer der boomenden Robinhood Chain. Tagesaktuell informiert das Block-Builders Briefing.

BITCOIN

Bitcoin hat rund 2 Prozent Tagesminus zu verkraften und steht am Mittwochmorgen bei knapp 76.000 Dollar. Die Bitcoin ETFs meldeten 450 Millionen US-Dollar Kapitalabfluss vom Börsendienstag.

Ein Bitcoin Hacker hat aus 330 Satoshi (umgerechnet etwa 25 Cent) fast 10 BTC im Wert von rund 770.000 Dollar gemacht. Dies musste das Symbiosis Protokoll per X mitteilen. Demnach ereignete sich der Vorfall schon am 11. September und nutzte zwei Schwachstellen im Symbiosis Code aus. Zum Einen wurde eine an die Einzahlung des Mini-Betrags angehängte Instruktion falsch ausgelesen und erlaubte es anschließend, als Administrator aufzutreten und so Gebühren für sich zu beanspruchen. Daraufhin konnte der Hacker Milliarden von SyBTC genrieren, die bei Symbiosis als „wrapped Bitcoin“ für den Umtausch innerhalb des Protokolls dienen. Mit dieser ersten Beute  wurden dann Liquidity Pools geleert, 9,97 Bitcoin flossen schließlich an eine unbekannte Adresse. Nach Angaben von Symbiosis war das etwa ein Drittel der Bitcoin, die in dem Projekt kursierten. Nun verspricht man, den Schaden auszugleichen und hat eine 20 Prozent Belohnung auf Hinweise zum Ergreifen des Hackers ausgelobt. Das Symbiosis Team vermutet, dass beim Finden der Fehler in der Software Künstliche Intelligenz (KI) zum Einsatz kam – in 2026 ist das keine Überraschung mehr.

ETHEREUM

Ethereum notiert am Mittwochmorgen bei rund 2.400 Dollar, 3,5 Prozent Tagesminus. Die Ethereum ETFs erlebten am Börsendienstag 141 Millionen US-Dollar Kapitalabfluss.

Der anhaltende Erfolg der Robinhood Chain im Ökosystem beflügelt die Erwartungen von Analysten. Die Standard Chartered Bank wagt sich besonders weit vor und stellt Arbitrum (ARB) in Zentrum. 10 Prozent der Gebühreneinnahmen der Robinhood Chain fließen an Arbitrum, welches die technologische Grundlage für den Ethereum Layer-2 der Neobank zur Verfügung stellt. Daraus errechnet Standard Chartered dann Preisziele für ARB in diesem Jahr von 0,50 Dollar, 1,50 im kommenden Jahr und in 2030 soll Arbitrum dann mit 10 Dollar Rekorde schreiben. Zum Vergleich: Aktuell notiert ARB bei etwa 0,15 Dollar, das Allzeithoch aus 2024 lag bei 2,40 US-Dollar. Die Analyse von Standard Charterer hat Brendan Ma, Chef der Investment Abteilung in der Arbitrum Stiftung, hier auf X veröffentlicht. Was Ma vergisst: Standard Chartered ist für überoptimistische Prognosen bekannt, Preisziele von 200.000 Dollar für Bitcoin und 7.000 für Ethereum wurden bis heute nicht annähernd erreicht. Doch dass die Robinhood Chain momentan vormacht, wie eine Blockchain mit prominenten Namen den Markt aufmischt  – damit hat Standard Chartered Recht.

ALTCOINS

Gewinner des Tages ist tatsächlich Arbitrum (ARB) mit 14 Prozent Plus entgegen der Trends am Gesamtmarkt. Die Prognose der Standard Chartered Bank hat dabei bestimmt geholfen. Aber auch die DeFiLlama Daten zur Robinhood Chain, welche boomt und 10 Prozent ihrer Gebühreneinnahmen an Arbitrum abführt.

Verlierer des Tages ist Injective mit 11 Prozent Minus. Das DeFi Projekt ist bei der Binance Chain angesiedelt, Injective will seine Angebote Richtung tokenisierte Aktien ausbauen. Doch derzeit stiehlt die Robinhood Chain Mitbewerbern die Show und darunter leidet auch Injective.

Das Krypto-Stimmungsbarometer hält sich ganz knapp in der Zone „Gier“, die Kryptoszene hatte das „Nein“ zu den Clarity Gesetzen in der USA erwartet und vermied Panik.

AUS DER KRYPTOINDUSTRIE

Im Endeffekt sind die erhofften Clarity Krypto-Gesetze im US-Senat auffällig deutlich gescheitert. Mit 49 Ja-Stimmen und 50 für Nein erreichte das von US-Präsident Trump unterstützte Gesetzvorhaben nicht einmal eine einfache Mehrheit und verfehlte die notwendigen 60 Unterstützer bei weitem.  Senatorin Cynthia Lummis, welche für die Republikaner Verhandlungen um Clarity anführte, wirft den Demokraten nun auf X vor, „Spiele zu spielen“ und kein Interesse an Verbraucherschutz und einer führenden Rolle für die USA in der Kryptoindustrie zu haben. Mit Clarity wollte Trump seine Pro-Krypto-Politik in Gesetzen festhalten. Nun wird der Präsident wieder mit Erlassen und Regeln der Börsenaufsicht SEC versuchen, der Kryptobranche unter die Arme zu greifen. Doch Clarity ist bis auf weiteres Geschichte, das Abstimmungsergebnis nach über einem Jahr Verhandlungen ein Debakel. Heute nun richten sich die Augen auf die US-Notenbank Fed, welche über eine mögliche Erhöhung des Leitzinses berät. Die von FedWatch befragten Marktteilnehmer erwarten zu mehr als 90 Prozent eine Erhöhung des US-Leitzinses, was im Normfall einen weiteren Rückschlag für Bitcoin und Co. bedeuten würde. 

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