Das KI-Modell Claude Fable 5 ist von Antrophic für jedermann freigegeben worden. Es baut auf Claude Mythos auf, welches nur einige Dutzend ausgewählter Unternehmen nutzen durften. Die Kryptoszene diskutiert aufgeregt.
Droht der Kryptoindustrie durch die Künstliche Intelligenz von Claude Fable 5 die Gefahr von unzähligen Hacks? Oder kann das neue Flaggschiff von Antrophic den Krypto-Entwicklern dabei helfen, Sicherheitslücken rechtzeitig aufzuspüren? Zwischen diesen beiden Extremen schwingt die Diskussion in der Kryptoszene hin und her, seitdem Antrophic in der Nacht per Mitteilung den Launch von Claude Fable 5 verkündete. Die Aufregung ist nachvollziehbar, denn als Antrophic im April über sein Modell Claude Mythos berichtete, war daran das Besondere, dass diese KI nur ausgesuchte Großunternehmen wie Apple, Amazon und Microsoft verwenden durften. Die Begründung lautete: Claude Mythos war zu erfolgreich bei der Suche nach Sicherheitsproblemen, um zu riskieren, dass diese Artificial Intelligence in die falsche Hände gelangt.
Antrophic verbietet Claude Fable 5 sensible Sicherheitsthemen
So verweist nun Antrophic auch mehrfach darauf, dass man bei Claude Fable im Vergleich zu Mythos jede Menge Beschränkungen festgelegt hat. Fragen und Aufgaben zu Cybersecurity etwa werden automatisch abgelehnt und Antrophic Kunden zum Vorgängermodell Claude 4.8 umgeleitet. Der Gründer von Uniswap, einem führenden DeFi-Projekt, hält das für eine „schreckliche Entscheidung“. Auf X argumentiert Hayden Adams, dass man ein Claude Fable 5 ohne Einschränkungen brauche, um Systeme vor Angriffen zu schützen. Online-Kriminelle werden sich ohnehin nicht an Regeln halten, schreibt Adams weiter.
Künstliche Intelligenz für Krypto weniger gefährlich als gedacht?
Anders sieht das der Mitgründer von Curve, einem ebenfalls wichtigen DeFi-Protokoll. Auf X meint Michael Egorov, die Ängste seien übertrieben, dass nun „alles gehackt wird“. Wo Claude Mythos schwerwiegende Lücken suchte und fand, sei es um Software mit Millionen von Code-Zeilen gegangen. Smart Contracts in der Kryptobranche aber umfassen nur wenige tausend Zeilen, so Egorov, gut durchleuchtet und deshalb wahrscheinlich sicher.
Kryptoindustrie wartet noch auf seine Freigabe für Claude Mythos
Antrophic selbst hat unterdessen angekündigt, ein Claude Mythos 5 mit weniger Restriktionen für mehr Unternehmen und Projekte freizuschalten. Ob dazu auch die großen Namen aus der Kryptoindustrie wie Binance oder Coinbase und Hyperliquid gehören, wird sich noch zeigen müssen. Binance Gründer Changpeng Zhao gibt sich per X vorerst diplomatisch: „Unsere Kinder werden darüber urteilen, wie wir KI und Krypto Innovationen heute regulieren.“
Fazit: Claude Fable 5 elektrisiert die Welt von Bitcoin und Co.
In der Hackerszene wird Claude Fable 5 wahrscheinlich jetzt schon ausgiebig getestet und auf der anderen Seite, bei den moralisch guten Entwicklern, dürfte es nicht viel anders sein. Ein Doomsday für Krypto hat das neueste Anthropic KI-Produkt in den ersten Stunden jedenfalls noch nicht ausgelöst, aber die Situation wird zu beobachten sein. Realistisch wird auch auf Claude Mythos 5 eine Version 6 folgen, während die Konkurrenz von ChatGPT, Gemini und Grok ebenfalls nicht schläft. Schon vor zwei Jahren hatte sich Charles Hoskinson, Ethereum Mitgründer und Cardano Aushängeschild, gegen Zensur bei Künstlicher Intelligenz gewandt. Die scharfe Konkurrenz bei den großen KI-Modellen könnte dazu führen, dass auch Antrophic seine selbstauferlegte Zurückhaltung bei Claude Fable mittelfristig aufgibt.
Hinterlasse jetzt einen Kommentar