Ethereum: Kann ETH in 2026 ein eigenes Momentum entfachen?

Ethereum hat in 2025 hohe Erwartungen nur zeitweise erfüllen können, eine Rallye im Sommer verpuffte schnell. Ist Ethereum 2026 bereit dafür, sein Potenzial nachhaltig in der Preiskurve zu spiegeln? Experten sehen Chancen.

Das Ethereum Allzeithoch von rund 4.950 US-Dollar aus dem letzten August entpuppte sich als Strohfeuer, mit aktuellen Notierungen von gut 3.100 US-Dollar findet sich ETH längst auf dem Boden der Realität wieder. Doch das zurückliegende Kryptojahr 2025 brachte für Ethereum auch eine ganze Reihe von positiven Entwicklungen mit sich, welche unter Anlegern Hoffnungen schüren. Wir wagen einen Ausblick:

– In der Ethereum Stiftung wird vorwärts gedacht. Ein Topthema wie die Tokenisierung von Staatsanleihen, Wertpapieren und anderen Anlageklassen wird im ETH Ökosystem bereits tagtäglich in der Praxis umgesetzt. Nun konzentriere man sich darauf, diese RWAs so in Dezentralisierte Finanzen (DeFi) unter Ethereum zu integrieren, dass sie dort Rendite abwerfen oder als geldwerte Sicherheiten dienen, sagt ein Stiftungssprecher. Dann könnte massiv Kapital Richtung Ethereum Ökosystem fließen, was positive Effekte auf die ETH Preiskurve erwarten lasse.

– Ethereum Gründer Vitalik Buterin allerdings erwähnt in seiner Neujahrsbotschaft auf X DeFi und RWAs überhaupt nicht. Er betont erneut die Dezentralität des ETH Netzwerks als Schlüssel zur „Rebellion“, mit der Ethereum etwa zensurresistenten Austausch von Nachrichten ermögliche und Privatsphäre schütze. Schon vor einem Jahr war in der Ethereum Stiftung ein Richtungsstreit entflammt, bei dem Pragmatiker mehr Wirtschaftsnähe fordern und Idealisten auf ETH als „dezentralen Weltcomputer“ bestehen.

– An der Wall Street ist Ethereum in 2025 zu einem festen Begriff geworden, ETH Unternehmen wie Bitmine Immersion und der Erfolg von Ethereum ETFs waren prägend. Die Aussicht auf rasant steigende Bedeutung von Blockchain-Lösungen für die traditionelle Finanzindustrie wird in diesem Jahr auf den Prüfstand gestellt, erwartet etwa Vivek Raman, Mitgründer von Etherealize. Er malt das Bild einer Ethereum Preiskurve in Form eines Hockeyschlägers, wo 2025 den unteren, flachen Teil darstellt und 2026 nach oben der lange Griff werden soll. ETH sei auf dem Weg dahin, sich als Wall Street Standard für das Organisieren von Finanztransaktionen per Blockchain zu etablieren, sagt Raman.

Fazit: 2026 als Ethereum Jahr? ETH hat handfeste Chancen

Wer als Anleger nur die ETH Preisentwicklung verfolgt, verpasst dabei die technologischen Fortentwicklungen im Ethereum Maschinenraum. Mit den zwei großen Updates Pectra und Fusaka machte Ethereum in 2025 erhebliche Fortschritte bei Aspekten wie Benutzerfreundlichkeit und Ausbau von Kapazitäten – das ist auch Unterbau für Anwendungen von ETH über DeFi und Wall Street hinaus. In den USA soll das Clarity Gesetzespaket möglichst früh in 2026 verabschiedet werden und für die Kryptoindustrie praxisnahe Regeln definieren. Auch das ist für Ethereum attraktiv, hinter ETH versammelt sich mit gut 380 Milliarden US-Dollar mehr Marktkapitalisierung als von den Verfolgern XRP (Ripple), Binance Coin (BNB), Solana und Tron (TRX) zusammengerechnet. Von hier aus darf Ethereum seine Position als der wichtigste globale Altcoin weiter mit Einsatzzwecken unterstreichen, um vielleicht endlich die magische Marke von 5.000 US-Dollar zu knacken und neue Preisziele zu rechtfertigen.


Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*