Ethereum löst laut Gründer Buterin das „Trilemma“ von Blockchains

In der Kryptoszene ist das sogenannte Blockchain „Trilemma“ ein Dauerbrenner. Dezentralität, Sicherheit und Skalierbarkeit lassen sich demnach nicht vereinbaren. Doch Ethereum will das Trilemma lösen.

Der Ethereum Gründer Vitalik Buterin gilt als Vordenker, der in seinen Fachbereichen Mathematik und Programmierung brilliert. Das sogenannte Blockchain „Trilemma“ ist für Buterin deshalb kein theoretisches Thema, sondern für Ethereum eine altbekannte Herausforderung. Auf X beansprucht er jetzt, dass ETH das Trilemma auflöse. Zehn Jahre habe man dafür gebraucht, schreibt Buterin, und in den kommenden vier Jahren werde Ethereum die Früchte ernten.

Dezentralisierung, Sicherheit und Kapazität bilden Blockchain Trilemma

Das Blockchain Trilemma definiert drei Grundpfeiler für eine perfekte Kryptowährung: Dezentralisierung, Sicherheit und Tempo/Skalierbarkeit. Für Bitcoin hält Buterin fest, dass Dezentralität und Sicherheit gewährleistet sind,  doch es der BTC Blockchain an Tempo und Kapazität fehlt. Bekannt ist auch, dass andere große Kryptowährungen wie Solana und XRP (Ripple) zwar in den den Disziplinen Sicherheit und Tempo punkten, dafür aber bei der Dezentralisierung Abstriche in Kauf nehmen. Wie also haben Buterin und Ethereum einen Ausweg aus diesem Trilemma gefunden?

Ethereum arbeitet seit einem Jahrzehnt am Blockchain Trilemma

Ein wichtiges Stück in dem Puzzlespiel war laut Buterin das Feature PeerDAS, welches mit dem Ethereum Update Fusaka im Dezember live geschaltet wurde. Es erlaubt Netzwerkteilnehmern, bei Transaktionen nur wirklich benötigte Datenpakete zu übertragen und so Kapazitäten der ETH Blockchain effizienter zu nutzen. Zweiter Schlüssel zum Lösen des Trilemmas ist demnach das Feature zkEVM, welches bei Ethereum schon Sicherheitstests durchläuft. Es wirkt sich auf die Fragen Skalierbarkeit und Sicherheit aus, indem Netzwerkpunkte nicht mehr parallel Transaktionen bearbeiten sollen. Künftig wird nur noch ein einziger ETH Node eine Transaktion prüfen und beurteilen, bevor mehrere andere Netzwerkpunkte die Ergebnisse gegenchecken. Mit diesem Konzept wird Sicherheit weiterhin garantiert und trotzdem Tempo beziehungsweise Kapazität im Ethereum Ökosystem gesteigert.

An dem Trilemma Dreieckspunkt Dezentralität steht Ethereum ohnehin mit mehr als 14.000 Nodes weltweit und 900.00 Validatoren überzeugend da. Buterin räumt zwar ein, dass das Trilemma „nicht auf dem Papier“ gelöst ist, sondern „nur“ in der Ethereum Praxis – aber seine Ausführungen sind deutlich. Vom Faktor zkEVM erwartet der 31-Jährige zunächst steigende Gebühren bei ETH Transaktionen. Aber im Gegenzug komme man damit dem „heiligen Gral“ näher, einen Block der Ethereum Blockchain niemals nur an einem einzelnen Netzwerkpunkt zu generieren, sondern mehrere Nodes zu beteiligen. In Sachen Dezentralisierung bahnt sich hier für ETH ein Quantensprung an.

Fazit: Ethereum rüstet technologisch auf, Lösung des Trilemmas ein Effekt

Buterin sieht sein Lebenswerk Ethereum nur begrenzt unter geldwerten Aspekten. Ihm liegt das ETH Netzwerk auch als Grundlage etwa für Zensurresistenz beim Austausch von Nachrichten und anderen sozialen Aufgaben am Herzen. Ein aufgelöstes Blockchain Trilemma kommt all diesen Herausforderungen entgegen und bestätigt die kontinuierliche Entwicklungsarbeit bei Ethereum. Fachleute betonen diesen Pluspunkt zwar bei den regelmäßigen technologischen ETH Updates immer wieder, doch viele Anleger zeigen kein Interesse an solchen Details. Dabei scheint  Ethereum durch die Lösung des Blockchain Trilemma erneut seinen technologischen Vorsprung auf Konkurrenten wie Solana zu demonstrieren – mittel- und langfristig könnte auch die ETH Preiskurve davon profitieren.


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