Horrortag für Bitcoin: Preissturz auf 82.000 US-Dollar – Wird es schlimmer?

Die Bitcoin Preiskurve ist über Nacht um 7 Prozent auf rund 82.000 US-Dollar eingeknickt. Auch Ethereum, XRP, Solana und andere Altcoins erleben heftige Rücksetzer. Ist das der Anfang eines Crash oder ein Solo-Ereignis?

Bitterer Tag für Krypto Anleger: Innerhalb von weniger als 24 Stunden ist Bitcoin von Preisen um 88.000 auf 82.000 US-Dollar abgestürzt. Die Krypto-Leitwährung BTC notiert damit auf Niveaus, die es zuletzt im April 2025 gab. Damals hatten Drohungen des US-Präsidenten Donald Trump mit Strafzöllen Bitcoin brutal zurückgeworfen. Diesmal ist die Situation komplizierter, doch die Ergebnisse ähnlich kritisch. Ethereum fiel auf 2.700 US-Dollar zurück, Solana auf 113 US-Dollar und XRP (Ripple) findet sich bei um 1,70 US-Dollar wieder. Was hat Bitcoin und den Kryptomarkt so heftig geschockt und was ist zu erwarten?

– Es war nicht nur für Bitcoin, Ethereum, Solana, XRP und andere ein rabenschwarzer Handelstag. Auch der Silberpreis korrigierte scharf um Minus 6,7 Prozent nachdem Silber in den Tagen zuvor ein Rekordhoch an das nächste gereiht hatte. Bei Gold wurden rund 4,5 Prozent Tagesminus verbucht. Führende US-Aktienindexe wie Nasdaq oder S&P 500 hingegen kamen mit weniger als 1 Prozent Minus davon.

– Im Zentrum des Geschehens stand wie schon so oft Präsident Trump. Er verschärfte seine Rhetorik in Richtung Iran und schließt einen Angriff nicht aus. Dies löst an den Finanzmärkten Nervosität aus. Doch Bitcoin traf es härter und wenn die Krypto-Lokomotive den Rückwärtsgang einlegen muss, reagieren Ethereum, XRP, Solana und Co. wie auch jetzt wieder noch drastischer.

– Trump kündigte gestern an, am heutigen Freitag seinen Kandidaten für den Vorsitz der US-Notenbank Fed bekanntzugeben. Die Nachrichtenagenturen Reuters und Blooomberg berichten übereinstimmend, die Wahl sei auf Kevin Warsh gefallen. Die Fed-Spitze ist für Bitcoin ein wichtiger Faktor, weil von dort die US-Geldpolitik geprägt wird. Auf Wettmärkten wie Polymarket war Warsh bis gestern Abend nur Außenseiter, nun wird seine Nominierung mit 94 Prozent als ziemlich sicher angesehen.

– Mit Kevin Warsh als wahrscheinlichem Chef der Fed verbinden Analysten ein klares Profil. Der 55-Jährige hält für Bitcoin zwar lobende Worte bereit. Doch während der Finanzkrise 2008 saß Warsh bereits im höchsten Fed-Komitee und machte Stimmung gegen expansive Geldpolitik. Zudem hielt er die Eindämmung von Inflation für wichtiger als Impulse für den Arbeitsmarkt. Mit solchen Positionen würde Warsh nun bei der Fed zum „Falken“, dem Finanzdisziplin über alles geht. Doch Bitcoin und führende Kryptowährungen blühen regelmäßig dann auf, wenn die USA die Zügel ihrer Geldpolitik lockern und so Kapital für risikobehaftete Anlageklassen zur Verfügung steht.

– Auch die Nachricht, dass ein Shutdown in den USA wohl in letzter Minute abgewendet werden kann, brachte Bitcoin nicht zurück auf die Spur. BTC war da bereits auf unter 85.000 US-Dollar gefallen und eine erste Unterstützungslinie damit gerissen. Nun schauen Experten auf die Marke von 75.000 US-Dollar, die für Bitcoin im vergangenen Jahr den Minusrekord darstellte. Solana muss dementsprechend auf 105 US-Dollar fürchten, XRP (Ripple ) notiert schon knapp unter den Tiefstständen von 2025.

– Von den Krypto ETFs kommt derweil keine Unterstützung. Die Bitcoin ETFs verloren gestern laut Daten von SoSo 818 Millionen US-Dollar, trauriger Rekord für dieses Jahr. Die Ethereum ETFs kamen mit 156 Millionen US-Dollar etwas glimpflicher davon. Aber der Trend der Vorwoche mit massiven Kapitalabflüssen bei Krypto ETFs setzt sich fort.

Fazit: Wochenende der langen Messer für Bitcoin, Ethereum, Solana, XRP?

Der Schreck sitzt tief, an den Märkten für Krypto Derivate wurden in den letzten 24 Stunden Positionen im Wert von 1,7 Milliarden US-Dollar liquidiert. Dort hatte man auf „long“ und steigende Preise bei Bitcoin, Ethereum und anderen gesetzt. Nun wird gezittert, ob Bitcoin sich vor dem Wochenende zumindest stabilisiert oder der Blick weiter nach unten gehen muss. Trump will heute am Vormittag US-Zeit seinen Fed-Kandidaten vorstellen, was bei uns auf den Nachmittag fällt. Wird dann der Name Kevin Warsh bestätigt, muss sich zeigen, ob die Personalie bei Bitcoin schon eingepreist ist. Ethereum, Solana und XRP werden sich kaum von BTC abkoppeln können, den Altcoins fehlt es an individuellen Mutmachern. Krypto-Anlegern steht ein unruhiges Wochenende bevor.


1 Kommentar

  1. Natürlich wird es schlimmer! Ich habe schon vor 6. Monaten gesagt das es keine positive Entwicklung für Krypto gibt das Trump mit seinem 1929 Zoll Modell die letzte Liquidität aus den Märkten raubt, es ist wie ein Aderlass im Mittelalter.

    Ich kann mir nicht erklären wie vertrottelt man sein muss um zu glauben das dermassen hohe Zölle die Wirtschaft beleben, das Model wurde bereits 1929 mit 90% Börsencrash und der grossen Depression als Schwachsinn nachgewiesen.

    Es ist egal ob die 15% Zoll letztendlich Japan mit seiner fragilen 250% Staatsverschuldung, 0% Zinsen mit Carry Trade der Auslöser ist oder das ATH mit den völlig überbewerteten Börsen und den 225% Buffet Indikator.

    Warum gab es Ende 2025 keine statistischen Daten in den USA? Ach ja, shutdown, die waren auf unbezahlten Urlaub. Also hat man die Inflationszahlen einfach erfunden! Der Krypomarkt zeigt in Echtzeit wie er zuerst ausblutet.

    ABER WIR HATTEN NOCH GAR NICHT EINEN GROSSEN CRASH !

    Der wird eine Kombination von 1929, .com Blase und 2008 wo die interne Liquidität zwischen den US Banken versiegt.
    Das war auch der echte Auslöser 2008, jetzt punpen sie heimlich zwischen 40 bis 75 Milliarden neue Dollar direkt in den Bankenkreislauf !

    Es wird erheblich schlimmer bevor es besser wird, dann haben wir eine neue Welt!

    …oder es gibt ein Softlanding, die FED senkt die Zinsen auf 0% und Sonne Wonne EIerkuchen, hmmm glaub ich eher nicht!

    Keine Finanzberatung, die könnt ihr euch bei Trump holen

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