JP Morgan bringt seinen Stablecoin JPMD nach Base auch zu Canton

Seit 2019 experimentiert die US-Großbank JP Morgan mit ihrem eigenen Stablecoin JPMD. Im November 2025 wurde der auf der Base Blockchain von Coinbase freigeschaltet, jetzt kooperiert JP Morgan zudem mit Canton.

Die US-Großbank JP Morgan hört auf ihre Kunden und intensiviert Bemühungen, Anwendungsfälle für den eigenen Stablecoin JPMD zu schaffen. In einer gemeinsamen Presserklärung von JP Morgan und dem Canton Netzwerk heißt es, JPMD werde im Laufe des Jahres schrittweise bei Canton integriert. Bislang war JPMD nur auf der Coinbase Blockchain Base verfügbar. Die dortige Beschränkung auf institutionelle Nutzer soll auch bei Canton beibehalten werden.

Canton wird von großen Namen aus der Finanzindustrie unterstützt, darunter Goldman Sachs, Deutsche Börse und BNB Paribas. Das Netzwerk ist darauf optimiert, tokenisierte Anlageklassen wie US-Staatsanleihen auf der Blockchain abzubilden und nonstop handelbar zu machen. Der JP Morgan Stablecoin baut darauf auf, Kundenguthaben in US-Dollar auf Blockchains verfügbar zu machen. Die Bank hatte schon 2019 damit begonnen, einen eigenen Stablecoin und Krypto-Kompetenz zu entwickeln.

Gelingt JPMD als JP Morgan Stablecoin bei Canton ein Erfolg?

Über die Jahre wurde das JPMD Konzept geschärft und steht nun bei Canton vor der ersten wirklichen Bewährungsprobe. Werden sich JP Morgan Kunden darauf einlassen, ihre US-Dollar als Stablecoin Blockchain-Strukturen anzuvertrauen? Ripple etwa hat vor gut einem Jahr den Startschuss für seinen eigenen Stablecoin RLUSD gegeben, auch hier sollen tokenisierte Anlageklassen einen hauptsächlichen Anwendungsfall liefern. Doch RLUSD hinkt bei seiner Marktdurchdringung hohen Erwartungen hinterher und kommt erst auf etwa 1,3 Milliarden Marktkapitalisierung – im Vergleich zu den etablierten Marktführern Tether (USDT) und USDC mit zusammengerechnet rund 260 Milliarden US-Dollar bleibt der Ripple Stablecoin so ein Nischenprodukt.

JP Morgan lässt sich von solchen Erfahrungen aber nicht abschrecken. Mit Canton ist ein Kooperationspartner gefunden, dessen nativer Altcoin CC erst zu Neujahr ein Allzeithoch schrieb und sich nur zwei Monate nach seinem Debüt unter den 30 kapitalstärksten Kryptowährungen weltweit etabliert. Canton profitiert davon, dass tokenisierte Anlagewerte (RWAs) als rasant wachsendes Zukunftsthema gelten und noch in diesem Jahrzehnt Billionen anstatt Milliarden umsetzen könnten.

Fazit: JP Morgan will Stablecoin JPMD mit Canton auf Spur bringen

Erfolg oder Scheitern eines Stablecoins lassen sich an tatsächlicher Nutzung und Marktkapitalisierung ablesen, JP Morgan hat für JPMD zumindest öffentlich noch keine konkreten Ziele formuliert. Auf der Base Blockchain von Coinbase spielt der Stablecoin keine spürbare Rolle, dort ist USDC von Circle der Standard. Doch Canton wirbt mit „einstellbarer Privatsphäre“ im Netzwerk, ein Punkt, der PJ Morgan Kunden sicher entgegenkommt. Ob JPMD so der erste Stablecoin speziell für institutionelle Nutzer wird, der den Durchbruch schafft, wird sich allerdings erst in Zukunft herausstellen.


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