Ripple Erfolge von Mastercard bis Australien – aber XRP Abwärtstrend

Durch XRP ist Ripple bekannt geworden, doch der Altcoin verliert seit letztem Sommer auffällig an Wert. Ripple News ändern nichts daran, trotz Erfolg in Australien, mit Mastercard und bei der Unternehmensbewertung.

Bei Ripple ist in dieser Woche einiges los, gleich drei positive Neuigkeiten werden gemeldet. Anleger aber haben nichts zu feiern, die XRP Ripple Kryptowährung ist von ihren Rekordhochs im Juli 2025 um 62 Prozent entfernt und die Preiskurve zeigt nach unten. Die Erfolgsnachrichten von Ripple sind jede für sich spannende Angelegenheiten, lassen aber Impulse auf XRP schmerzlich vermissen:

1. Ripple gehört zu den mehr als 85 Partnern, welche Mastercard für ein neues „Krypto Programm“ gewinnen konnte. Der Kreditkarten-Gigant kann neben Ripple auch andere große Namen wie Binance, Circle (USDC) und PayPal in seine Initiative einbinden. Ziel ist es, gemeinsam neue Projekte zu entwickeln, Krypto-Kreditkarten zu verbessern und Blockchain-Lösungen effizient in den Alltag zu integrieren, heißt es in der Pressemitteilung von Mastercard – von XRP aber ist auch im Lager Ripple keine Rede.

2. Ripple hat 750 Millionen US-Dollar dafür bereitgestellt, Firmenanteile zurückzukaufen, berichtet Bloomberg. Das ist deshalb besonders interessant, weil Ripple bei einer Finanzierungsrunde vor gut vier Monaten mit 40 Milliarden US-Dollar bewertet wurde. Jetzt setzt Ripple bei seinem Rückkaufprogramm schon einen Unternehmenswert von 50 Milliarden US-Dollar an, 25 Plus in weniger als einem halben Jahr sind eine deutliche Ansage. Nur XRP kommt in diesem Szenario allenfalls am Rande vor, der Altcoin bringt für Anleger keine direkte Beteiligung an Ripple mit sich.

3. Im letzten Jahr hatte Ripple  gleich zwei große Übernahmen gestemmt, bei denen für den Prime Broker Hidden Road 1,25 Milliarden US-Dollar und für den Finanzverwalter GTreasury 1 Milliarde Dollar einkalkuliert waren. Jetzt wurde die Ripple Einkaufstour in Australien mit BC Payments fortgesetzt, heißt es in einer  Pressemitteilung. Die Akquise  soll Ripple in Australien zu bankähnlichen  Lizenzen verhelfen und so das Geschäft in der Pazifikregion ankurbeln. Das passt zwar zur Ripple Transformation Richtung Finanzdienstleister, aber XRP wird in einer Fußnote versteckt.

Fazit: XRP scheint für Ripple bisweilen „Klotz am Bein“

Als Ripple im Sommer 2024 seine Ziele neu ordnete und mit dem Konzept unterlegte, Finanzdienstleister zu werden, war Donald Trump noch Wahlkämpfer und Joe Biden US-Präsident. XRP steckte wegen eines langjährigen Rechtsstreits mit der US-Börsenaufsicht in einem Dauertief und spielte in Nordamerika kaum eine Rolle. Ripple durfte sich dann später über den Machtwechsel im Weißen Haus und ein spektakuläres XRP Comeback durch die neue US-Krypto-Politik freuen – aber innerlich hatten zuvor wohl sogar im Konzern schon einige ihren Altcoin abgeschrieben. In der Außenkommunikation von Ripple hat längst der eigene, aber junge Stablecoin RLUSD dem altgedienten XRP den Rang abgelaufen. Ripple hält zwar noch rund 40 Prozent aller XRP in einer Reserve, doch bei einem Börsengang des Unternehmens könnte dieses „Erbe“ noch zum Problem werden. Als Anleger darf man XRP nicht mehr mit Ripple gleichsetzen, dieses machen die Entwicklungen deutlich.

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