Ripple unterstützt LMAX mit 150 Millionen US-Dollar für Nutzung von RLUSD 

Der Ripple Stablecoin RLUSD ist gut ein Jahr nach dem Start ein Nischenprodukt geblieben. Nun setzt das Finanzunternehmen LMAX künftig RLUSD  ein und erhält dafür 150 Millionen US-Dollar von Ripple.

Im zurückliegenden Kryptojahr 2025 schenkte Ripple seinem noch jungen Stablecoin RLUSD deutlich mehr Aufmerksamkeit als seinem ursprünglichen Altcoin XRP. So gelang es, die Marktkapitalisierung von RLUSD auf mittlerweile 1,3 Milliarden US-Dollar auszubauen. Aber in der umkämpften Sparte Stablecoins bleibt Ripple weiterhin eine Nebenerscheinung, der Datendienst Coingecko führt RLUSD auf Platz 12 unter den kapitalstärksten Abbildern des US-Dollars. Eine per Pressemitteilung verkündete „strategische Partnerschaft“ mit dem Finanzunternehmen LMAX soll RLUSD jetzt helfen.

Vereinbart wurde demnach, dass LMAX künftig bevorzugt RLUSD einsetzt, wenn Kunden mit Kryptowährungen und darauf basierenden Derivaten handeln. Ripple lässt sich diese Sonderstellung für RLUSD bei LMAX 150 Millionen US-Dollar kosten, um „langfristige Strategie“ zu unterstützen. LMAX hat nach eigenen Angaben in 2025 rund 8,2 Billionen US-Dollar Handelsvolumen erzielt mit seinen Marktplätzen für Kryptowährungen, Devisen und andere Anlageklassen. RLUSD als digitaler Dollar soll bei LMAX durch 24/7-Verfügbarkeit punkten, CEO David Mercer spricht von einem „Meilenstein“.

Auch bei XRP zahlte Ripple Millionen für Einsatz bei Referenzkunden

Doch wer sich schon länger mit Ripple beschäftigt, wird an die Erfahrungen mit XRP zurückdenken. Denn Ripple hatte schon um 2020 Millionenzahlungen etwa an MoneyGram geleistet, um dort den Einsatz von XRP zu honorieren. Der Plan, XRP so als internationale Brückenwährung zu etablieren, schlug dennoch fehl. Jetzt also soll RLUSD diese Funktion erfüllen und Ripple ist offenbar bereit, für Marktakzeptanz millionenschwere Anreize zu schaffen. Ob daraus eine Erfolgsgeschichte für Ripple, RLUSD und LMAX wird, bleibt vorerst offen.

Fazit: Für RLUSD greift Ripple in die Trickkiste, XRP erneut außen vor

Ripple hat erst im November 500 Millionen US-Dollar durch eine Finanzierungsrunde eingesammelt und hält XRP Reserven mit einem aktuellen Wert von knapp 80 Milliarden US-Dollar – die Kriegskasse ist prall gefühlt. Aber rechtfertigt diese Situation für Ripple, RLUSD mit 150 Millionen US-Dollar einen Zugang zu LMAX zu erkaufen? Denn solche Konzepte scheiterten bei XRP krachend. Ripple Kooperationspartner sortierten XRP aus, sobald Unterstützungszahlungen eingestellt wurden. Ein solches Szenario könnte sich nun bei RLUSD wiederholen. LMAX wird sich einen Eindruck verschaffen, ob Kunden RLUSD annehmen – die Partnerschaft mit Ripple ist vorerst auf „einige Jahre“ angelegt. Anleger müssen derweil ein weiteres Mal strategische Entscheidungen bei Ripple beobachten, die XRP weder erwähnen noch berücksichtigen.


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