Straße von Hormus: Bitcoin spielt für den Brennpunkt mehrere Rollen

Die Straße von Hormus ist durch den Iran-Krieg zur weltwirtschaftlichen Frage geworden. Bitcoin trägt hier in mehrfacher Hinsicht gewichtige Rollen. Die Block-Builders Analyse hat Details für Dich.

Seit Anfang März blockiert Iran die Straße von Hormus, an der Meerenge spitzt sich der Krieg mit den USA zu. Öl- und Gaspreise explodieren, weil die meisten Frachtschiffe die Straße von Hormus nicht mehr passieren können. Bitcoin wird in der Krisensituation vom Iran aufgewertet, das Regime in Teheran scheint BTC als Zahlungsmittel zu akzeptieren, mit dem Reedereien Durchfahrtsrechte erkaufen. Als der Iran-Krieg am 28. Februar begann, notierte Bitcoin bei rund 65.000 Dollar, etwa 10.000 Dollar Plus machte die BTC Preiskurve seitdem. Einige Beobachtungen:

– Ein Analyst von Citrini hat sich auf eine abenteuerliche Reise zur Straße von Hormus begeben, um vor Ort die Situation zu beobachten. Der ausführliche Report steht hinter einer Bezahlschranke, doch das Citrini Fazit ist bekannt: Es durchqueren mehrere Frachter täglich die kritische Passage, die in keinen offiziellen Statistiken auftauchen. Ob Bitcoin dabei im Hintergrund geholfen hat, bleibt offen.

– Iran hatte schon vor Jahren damit begonnen, Bitcoin und andere Kryptowährungen dafür zu nutzen, Sanktionen zu umgehen. Binance und andere Kryptobörsen stehen unter dem Verdacht, iranische Stellen nicht konsequent von Services abzuschneiden. Doch Iran ist auch selbst im Bitcoin Mining tätig, beschäftigt Krypto Hacker und hat mit Handelspartnern wie Russland Optionen, durch BTC auf westliche Banken zu verzichten.

– Steigende Ölpreise wie jetzt dürften spürbar zu Inflation sorgen. Inflation ist für Bitcoin nicht unbedingt ein Schreckgespenst, das „digitale Gold“ ist durch seine auf 21 Millionen gedeckelte BTC Höchstmenge zumindest theoretisch vor Inflationseffekten geschützt.

– Der westliche Blick auf Iran und die Straße von Hormus ist beschränkt, wie nicht nur die Citrini Recherchen aufzeigten. In der Sparte Stablecoins etwa wird A7A5 gerne ausgeklammert. Der an den russischen Rubel gekoppelte Fiat-Ersatz A7A5 hat laut DeFiLlama umgerechnet schon über 500 Millionen Dollar Marktkapitalisierung erreicht und kommt möglicherweise auch im Iran zum Einsatz.

Fazit: Straße von Hormus als „Krypto-Labor“?

Die vom Iran erhobene Maut auf eine Durchfahrt der Hormus Wasserstraße soll sich auf 1 Dollar pro Barrel Öl belaufen, was bis zu 2 Millionen Dollar pro Tanker führt. Iran bevorzugt Zahlungen in Krypto, Bitcoin könnte so erhöhte Nachfrage erfahren, aber auch einen Imageverlust als „Schurken Währung“. Durchlagen würden solche Zusatzkosten beim Transport auch auf den Ölpreis und Inflation, Bitcoin ist erneut direkt betroffen mit unsicherem Ausgang. Beobachter erkennen eine Laborsituation, in der Kryptowährungen wie Bitcoin sich bewähren können mit dezentralisierten Prinzip, welches selbst US-Präsident Donald Trump nicht aus den Angeln hebeln kann. Das vermeintliche Patt an der Straße von Hormus ist alles andere als stabil, die mittelfristigen Effekte für Bitcoin zeichnen sich ab.  

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