Bitcoin Unternehmen Strategy kauft BTC nach – aber MSTR Aktie schwach

Strategy hat letzte Woche 13.627 Bitcoin im Wert von gut 1,2 Milliarden US-Dollar nachgekauft und unterstreicht so seinen Status als führendes BTC Unternehmen. Warum schwächelt die Strategy Aktie MSTR dennoch?

Strategy (früher MicroStrategy) führt seine Bitcoin Taktik in 2026 aggressiv fort: In der ersten Januarwoche wurden laut gestriger Pflichtmitteilung 13.627 Bitcoin zum Durchschnittspreis von etwa 91.500 US-Dollar eingekauft, Strategy hält nach dieser Investition von 1,25 Milliarden US-Dollar jetzt insgesamt 687.400 Bitcoin. Mit fast 3,5 Prozent des aktuell umlaufenden BTC Gesamtbestands in den Reserven ist Strategy das mit Abstand größte Bitcoin Unternehmen der Welt. An den Börsen feierte man diese ganz und gar auf Bitcoin ausgerichtete Taktik jahrelang, die das damals noch MicroStrategy benannte Unternehmen im August 2020 startete. Doch die MSTR Aktie ist weit hinter Höchststände von über 300 und sogar 400 US-Dollar aus 2024 und 2025 zurückgefallen, Strategy notiert notiert an diesem Dienstag um bescheidene 160 US-Dollar.

Bitcoin Guthaben von Strategy mehr wert als das Unternehmen selbst

Kritische Anleger fragen sich deshalb einmal mehr, warum die Strategy Aktie Abwärtstrends zeigt, obwohl das Unternehmen immer mehr Bitcoin bei sich anhäuft und die BTC Preise auf hohem Niveau stagnieren. Wir haben Dir das Rechenspiel schon mehrfach präsentiert und liefern hier das Update. Die MSTR Aktie kommt bei heutigen Stand auf gut 50 Milliarden US-Dollar Marktkapitalisierung, die Bitcoin Reserven sind bei aktuellen Preisen rund 63 Milliarden US-Dollar wert. Auf dem Papier wirkt Strategy so unterbewertet und die MSTR Aktie könnte für Anleger theoretisch eine Chance bieten, indirekt clever in Bitcoin zu investieren. Aber das passiert nicht mehr und die Suche nach der Ursache braucht etwas Liebe zum Detail.

Für Bewertung von Strategy im Vergleich zu Bitcoin ist mNAV der Schlüssel

Das Verhältnis von Unternehmenswert im Vergleich zu Bitcoin Guthaben wird nicht nur bei Strategy unter dem Kürzel mNAV (Market Net Asset Value) berechnet und ausgewiesen. Bei einem mNAV von 1 wären die MSTR Marktkapitalisierung und der Tageswert der BTC Rücklagen in perfekter Balance. Lange nahmen Anleger bei Stratgey einen mNAV von deutlich über 1 in Kauf und zahlten damit über die MSTR Aktie einen Bitcoin Premium-Aufschlag, zeitweise in 2024 bis zu 300 Prozent. Aber dann wurde immer häufiger auf Details geachtet, auch die Bewertung mit „B-“ durch die Rating-Agentur S&P fußte auf erheblichen Risiken, welche Strategy bei der Finanzierung seines Kurses eingeht.

Die jüngsten Bitcoin Zukäufe finanzierte Strategy hauptsächlich durch die Veräußerung von MSTR Aktien, was unter dem Strich eine Verwässerung für frühere Anteilseigner bedeutet. Strategy kommt mit kreativer Buchführung bei seiner offiziellen Darstellung weiterhin auf ein mNAV von 1,04, was gerade so noch als „gesund“ einzustufen wäre. Aber unabhängige Quelle wie Bitcoin Treasuries errechnen für Strategy ein mNAV zwischen 0,7 und 0,9, wenn Verbindlichkeiten des Unternehmens und die wachsende Verwässerung der MSTR Aktie berücksichtigt werden.

MSTR Aktie zwingt Anlegern zunehmend Verwässerung bei Bitcoin Taktik auf

Die unabhängig geprüften mNAV Werte von Strategy scheinen für Anleger offensichtlich glaubwürdiger. Auch die Maßnahme des Unternehmens, neuerdings kein „Bitcoin Yield“ (übersetzt: Ertrag) mehr auszuweisen, wirkt wie ein Versteckmanöver für die effektive Verwässerung bei der MSTR Aktie. Selbst die Bildung einer Cash-Reserve bei Strategy vor gut einem Monat lieferte für die MSTR Aktie nicht die gewünschte Erholung, obwohl das Unternehmen jetzt Bitcoin Kursschwächen mehr als ein Jahr lang aussitzen könnte, ohne bei Verpflichtungen in US-Dollar für Dividendenzahlungen und Kredite in Verzug zu kommen.

Fazit: Strategy an der Börse unter Druck – platzt ein Bitcoin Konzept?

Strategy schließt Bitcoin Verkäufe bei einem mNAV unter 1 nicht mehr aus, bezieht sich dabei aber auf seine eigene Methodik zur Berechnung. Falls eine solche Situation auftritt, in der Strategy eine Kehrtwende vollzieht, muss Bitcoin Domino-Effekte fürchten – die BTC Reserven hinter der MSTR Aktie würden dann für die Kryptomärkte zum systemischen Risiko. Wir sehen Strategy für Anleger ohnehin als unattraktiv, wiederholte Taschenspielertricks bei der Darstellung von Kennzahlen wie mNAV beschädigen Glaubwürdigkeit. Es bleibt dabei: Der Direktkauf von Bitcoin bringt Dir ebenso Gewinnchancen und liefert Dich nicht der unkonventionellen Buchführung von Strategy aus.


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