Erstes Nasdaq-Unternehmen kauft Bitcoin – als Schutz vor Inflation

MicroStrategy, eine an der New Yorker Börse gelistete US-Software-Firma, hat für gut 250 Millionen US-Dollar Bitcoin erworben. Damit alle man sich gegen Inflation absichern und seinen Anteilseignern gute Renditen ermöglichen, hieß es zur Begründung. MicroStrategy sieht sich damit als Vorreiter unter Großunternehmen.

Ein deutliches Bekenntnis zu Bitcoin (BTC) als Zukunftswährung hat das US-Unternehmen MicroStrategy demonstriert. 21.454 BTC für zusammengerechnet gut 250 Millionen US-Dollar seien aktuell eingekauft worden, heißt es in einer Pressemitteilung von MicroStrategy. Damit ist der Softwarehersteller und IT-Dienstleister das erste börsengelistete Unternehmen in den USA, welches Käufe von Bitcoin im großen Stil öffentlich macht. Anleger goutierten den Schritt, der Kurs der MicroStrategy-Aktie lag nach Bekanntwerden um bis zu zehn Prozent zu.

Warum setzt MicroStrategy auf Bitcoin?

MicroStrategy erklärt sein Investment in BTC als Teil seiner Finanzstrategie. CEO Michael J. Saylor sagte, man wolle für Anleger langfristig Gewinne generieren und Bitcoin sei dabei aus vielerlei Gründen ein erfolgversprechendes Mittel. Interne Analysen zeigen demnach, dass die wirtschaftlichen Auswirkungen des Covid-19 Virus weiterhin große Risiken bergen. Dazu gehöre auch Inflation, da Regierungen weltweit finanzielle Hilfspakete in bisher ungekannter Größe auflegen. Die Situation könne auch deutlich Folgen für die Erfolgschancen klassischer Anlageformen und für die Wertentwicklung von Fiat haben, sagte Saylor.

Bitcoin als „digitales Gold“ ist laut Saylor gut geeignet, um sich gegen diese Risiken abzusichern. Er sieht in BTC für MicroStrategy aber auch gute Chancen, durch dieses Investment höhere Gewinne zu erzielen als durch Investments etwa in Aktien anderer Unternehmen. Bitcoin habe sich seit seinem Start vor mehr als einem Jahrzehnt zu einem wichtigen neuen Bestandteil des globalen Finanzsystems entwickelt. Dies zeige sich etwa durch die Bekanntheit, weltweite Akzeptanz, Lebendigkeit des BTC-Ökosystems, technologische Stabilität und der Dominanz von Bitcoin unter Kryptowährungen. Bitcoin sei härter, stärker, schneller und klüger als Fiat. Saylor rechnet mit „Killer“-Potenzial für BTC in vielen Kategorien des modernen Lebens und entsprechenden Wertzuwächsen.

MicroStrategy selbst wurde 1989 gegründet und erlebte im Zuge der Verbreitung von Online-Lösungen eine Entwicklung, die es zu einem Unternehmen mit mehr als 2.300 Mitarbeitern und Jahresumsätzen von um 500 Millionen US-Dollar machte. Gewinnbringenden Produkte von MicroStrategy sind Software und Apps, die Unternehmern und Anlegern Analysen durch die Verknüpfung von Daten und Künstlicher Intelligenz erleichtern. CEO Saylor ist bekannt dafür, die digitale Transformation der Geschäftswelt früher als andere prognostiziert zu haben.

Fazit: MicroStrategy taugt als Vorbild für private Anleger

Die Argumentation von MicroStrategy pro Bitcoin entspricht den Gründen, welche den Siegeszug von BTC in den vergangenen Jahren erst ermöglichten: Inflationsschutz durch Unabhängigkeit von Notenbanken und Geldpolitik gepaart mit erheblichen Gewinnchancen durch Massenadaption. Die Bedeutung dieser Pluspunkte von Bitcoin nimmt durch die Corona-Krise nochmals zu, sagt MicroStrategy und trifft damit den Nerv. Für private Anleger ist es ein gutes Zeichen, wenn prominente Unternehmen aus den USA ihre Unterstützung und ihren Glauben an Bitcoin öffentlich formulieren. Denn dies dürfte Nachfolger erzeugen, wovon wiederum mittelfristig der Kurs von BTC profitieren könnte. Aktuell notiert BTC relativ stabil über 11.000 US-Dollar und hat damit mit Sicht auf das Allzeithoch von 20.000 US-Dollar auch in kürzeren Zeiträumen noch viel Luft nach oben.


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