XRP, Solana und andere ETF Altcoins hoffen aus Clarity Gesetze in USA

Der US-Senat diskutiert das Clarity Gesetzespaket zur Regulierung des Kryptosektors. Altcoins wie XRP, Solana und Chainlink, die zum Jahreswechsel ETFs vorwiesen, könnten einen Sonderstatus genießen.

Im letzten Sommer hatte US-Präsident Donald Trump höchstpersönlich eine „Krypto-Woche“ ausgerufen, konnte im Endeffekt aber nur die Genius Gesetze zur Legalisierung von Stablecoins durch die zwei Kongresskammern schleusen. Jetzt steht das weitreichende Clarity Gesetzespaket im US-Senat auf Wiedervorlage und ein Entwurf ist veröffentlicht. Für sechs Altcoins ist der Vorschlag ein Mutmacher, konkret dreht es sich um XRP (Ripple), Solana, Chainlink, Dogecoin, Litecoin und Hedera (HBAR).

Status als ETF könnte SOL, XRP, DOGE, LTC, LINK und HBAR helfen

Denn in der vorliegenden Form würde Clarity Kryptowährungen einen Sonderstatus zugestehen, welche am 1. Januar auch als ETFs gehandelt wurden. Dies beträfe hauptsächlich eben das Sextett von XRP, Solana, DOGE, Chainlink, Litecoin und Hedera, die im zurückliegenden Jahr ihre Debüts als ETF mit sehr unterschiedlichen Ergebnissen feiern durften. Sie würden laut Clarity Entwurf automatisch als „non-ancillary“ eingestuft, was direkt übersetzt „nicht-nebensächlich“ bedeutet. Eine solche Sonderrolle unter den Kryptowährungen wird Bitcoin und Ethereum informell bereits zugestanden, weil deren ETFs schon in 2024 und damit in der Zeit vor Trump starteten.

In der Praxis würde die Kennzeichnung als „non-ancillary“ für betroffene Kryptowährungen die Diskussion endgültig beenden, ob sie nicht doch als „Securities“ (Wertpapiere) behandelt werden müssen. Damit sollten XRP, Solana, Chainlink ebenso wie Dogecoin, Litecoin und Hedera  in die „regulatorische Komfortzone“ vorstoßen, welche Bitcoin und Ethereum bereits genießen und die institutionellen Investoren den Einstieg leicht machen, kommentieren Fachleute. Sie sehen im Clarity Entwurf einen zweiten Punkt, der große Folgen haben könnte und sich auf Stablecoins fokussiert.

Keine einfachen Zinsen auf Stablecoins? Clarity könnte Banken stärken

Denn auf dem Tisch liegt ein Verbot für die Kryptoindustrie, auf Guthaben in Stablecoins einfach Zinsen zu zahlen. Traditionellen Banken ging Genius zur Stärkung von Stablecoins wie USDC viel zu weit, da Zinszahlungen auf Dollar-Guthaben eines ihrer Hauptgeschäftsfelder betreffen. Clarity würde insofern das Rad zurückdrehen, weil die jetzige Vorlage Zinsen auf Stablecoins nur erlaubt, wenn Anleger sich aktiv bei Sonderaktionen dafür entscheiden – automatische Rendite auf Plattformen wie Coinbase wäre für USDC und Co. künftig untersagt.

Fazit: Clarity Krypto Gesetze in den USA haben noch einige Hürden vor sich

Die erfahrene Krypto-Journalistin Eleanor Terrett ist in Washington gut vernetzt und berichtet auf X kontinuierlich über die Kompromisssuche zwischen Trumps Republikanern und den oppositionellen Demokraten. Mehr als 100 Änderungsvorschläge zum jetzigen Clarity Entwurf liegen Terrett zufolge vor und werden bei der Sitzung des zunächst zuständigen Bank-Komitees im Senat am morgigen Donnerstag Verhandlungsmasse sein. Im Bestfall geht Genius dann eine Woche später an den Agrar-Ausschuss, der für die CFTC (Commodity Futures Trading Commission) verantwortlich ist und so bei der Definition von Anlageklassen eine entscheidende Rolle spielt. Hinter den Kulissen ringt die US-Politik nun um Formulierungen, die einen Pro-Krypto Kurs festzurren und mehrheitsfähig sind. Für Stablecoins wie USDC könnte das enttäuschend enden, für XRP, Solana und eine Handvoll weiterer Altcoins steht regulatorische Bevorzugung im Raum. Bis Clarity Präsident Trump zur Unterschrift vorgelegt werden könnte, braucht es bestimmt noch einige Wochen.


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