Autohersteller kämpfen um Hoheit bei digitaler Vernetzung – Bis zu 67 % der Kunden würden bei schlechter Vernetzung sogar Marke wechseln

Knapp 67 Prozent der Chinesen sind dazu bereit, die Automarke zu wechseln, wenn die digitale Vernetzung des Fahrzeugs nicht stimmt. Auch in Europa und den USA wird das Thema Konnektivität immer wichtiger. Wie eine neue Infografik von Block-Builders.de aufzeigt, scheinen die deutschen Automobilhersteller hierbei noch tonangebend zu sein, allerdings könnte sich das Blatt rasch wenden.

Der chinesische Automobil-Markt ist von größter Wichtigkeit für die Autohersteller. Der Erfolg im Reich der Mitte gilt als essenziell. Dieser wiederum könnte bereits bald bedroht sein, falls die Hersteller den Anschluss an die digitale Vernetzung der Fahrzeuge verpassen.

Wie aus der Infografik hervorgeht, hatten die deutschen Hersteller in puncto Connected Cars zumindest noch im Jahr 2019 die Nase vorn. Volkswagen landete bei einem Ranking des Center of Automotive Managements mit einem Indexwert von 103 auf dem ersten Platz, gefolgt von Daimler (64 Punkte) und BMW (54 Punkte). Allerdings hat sich seither einerseits einiges getan, und andererseits treten mit Unternehmen wie Apple Konkurrenten auf den Automobil-Markt, die bereits über viel Erfahrung mit der Vernetzung von Diensten und Geräten verfügen.

Megatrend digitale Vernetzung

Digital vernetzte Fahrzeuge können sich mit anderen Diensten und Geräten verbinden, hierzu gehören neben Laptops und Smartphones beispielsweise auch andere Autos oder das eigene Zuhause. Prognosen von „Strategy“ zufolge steigt der Marktanteil in jenem Bereich in den nächsten Jahren beträchtlich. Wurden in Europa hiermit im Jahr 2020 umgerechnet 2,5 Milliarden US-Dollar erzielt, sollen es 2025 bereits 8,2 Milliarden Dollar sein. Noch größer hingegen der relative Anstieg in China: dieses soll bis 2025 mit 553 Prozent zu Buche schlagen.

Der Erhebung zufolge sollen im Jahr 2035 bereits 97 Prozent der Automobile in den USA digital vernetzt sein, in Europa hingegen 93 Prozent. Für China prognostizieren die Experten eine Durchdringung von 72 Prozent, was im Angesicht der Größe des Marktes dennoch gewaltige Potenziale offenbart.

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