Beerdigt die Wall Street ihre Bitcoin-Träume still und heimlich?

Ist der Bitcoin-Hype an der Wall Street wieder vorbei? Große Finanzdienstleister stellen ihre Bitcoin-Projekte ein oder beenden sie gleich komplett.

Das Verhalten von Goldman Sachs, Morgan Stanley, der Citigroup und anderer großer Finanzinstitute gegenüber Bitcoin (BTC) ähnelt dem Tanzen eines Limbos. Zum Verständnis: Der karibische Tanz setzt enorme Gelenkigkeit voraus. Übertrafen sich die Ankündigen der großen Spieler in New York noch, als BTC vor einem Jahr Höchststände erreichte, rudern diese demnach möglichst geräuschlos zurück mit ihren Projekten, den BTC im großen Stil handelbar zu machen. Einige Beispiele gefällig?

Was tut sich aktuell in der Finanzwelt bei BTC-Projekten?

Daniel H. Gallancy von SolidX, dem Konsortium, das Bitcoin-ETFs handelbar machen möchte sagt: Der Markt habe die unrealistische Erwartung gehabt, dass Goldman Sachs oder vergleichbare Mitbewerber direkt damit beginnen könnten, Bitcoin in die klassische Finanzwelt einzuführen. Doch bei Goldman Sachs lägen die Pläne auf Eis, nur etwa 20 Kunden hätten sich interessiert gezeigt, so Bloomberg. Goldman Sachs selbst wollte den Bericht nicht kommentieren.

Nicht anders die Lage bei der Citigroup, einer der größten Banken der Welt. Dort seien zwar Finanzprodukte entwickelt worden, die auf Bitcoin basieren – doch niemals auf den Markt gebracht worden. Technische und regulatorische Schwierigkeiten werden von Insidern als Gründe genannt. Die Bank selbst kommentiert ihre nicht einhaltenden Ankündigungen nicht.

Beispiel Morgan Stanley, ebenfalls einer der ganz großen Spieler in der Finanzwelt. Dort wurden technisch die Weichen gestellt für Bitcoin Futures, doch es keine Nachfrage von institutioneller Seite zu verzeichnen gewesen. Infolge dessen hat das Projekt offensichtlich keine Priorität mehr. Bei Barclays in London will man demnach ebenfalls nichts mehr hören von dem Vorhaben, einen Handelsplatz für Krpytowährungen zu schaffen.

Darüber hinaus gibt es 3 weitere Gründe warum die Wall Street den Spaß an Bitcoin und Co. verliere: Zum einen habe sich das Marktvolumen durch den Krypo-Winter mehr als halbiert. Zweitens gebe es nach wie vor keine rechtlichen Sicherheiten vonseiten den mächtigen US-Aufsichtsbehörden für BTC-Finanzprodukte. Und drittens verzögere sich durch die Flaute der notwendige Ausbau von Infrastruktur für den geregelten Handel mit Futures, ETFs und ähnlichen Angeboten auf BTC-Basis.

Wie geht es weiter?

Positive Zeichen von der Wall Street in Sachen BTC elektrisieren die globale Finanzwelt. Doch tatsächlich hinkt der US-Markt seinen Ankündigungen hinterher. Bei positiven Entscheiden der Aufsichtsbehörden und/oder steigenden BTC-Kursen dürften die Pläne aber schnell wieder aus den Schubladen geholt werden. Denn wo ein großer Markt ist, wollen auch die Dienstleister mitverdienen. Die Situation kann sich also auch schnell wieder ändern.


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