Kaum Bewegung bei Bitcoin und Ethereum. In Südkorea haben Kriminelle XRP (Ripple) ausgenutzt. Laut Wintermute verschiebt sich Kryptohandel von Börsen zu Direktgeschäften. Dies und mehr im Block-Builders Briefing.
BITCOIN
Bitcoin wird am Freitagmorgen bei gut 64.000 gehandelt, die BTC Preiskurve tritt auf der Stelle. Die Bitcoin ETFs meldeten vom Börsendonnerstag 233 Millionen US-Dollar Kapitalzufluss.
Die Straße von Hormus steht im Mittelpunkt des Iran-Kriegs. Nun hat das US-Finanzministerium die Meeresenge erstmals offiziell mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen in Verbindung gebracht. In einer Liste von sanktionierten Unternehmen und Öltankern taucht eine iranische Versicherungsfirma auf, welche sichere Durchfahrt durch die Straße von Hormus garantieren will. Dafür akzeptiert sie im Gegenzug Bitcoin, schreibt das US-Finanzministerium. Hormuz Safe, so der Name der Versicherer, soll die Hälfte der Einnahmen der Revolutionsgarden erwirtschaften, heißt es weiter. Damit wird endgültig klar: Bitcoin und Co. spielen bei der Umgehung von Sanktionen eine immer größere Rolle, auch für Russland dürfte ähnliches gelten.
ETHEREUM
Ethereum notiert am Freitagmorgen knapp über 1.900 Dollar, die ETH Preiskurve stagniert ähnlich wie die von Bitcoin. Die Ethereum ETFs verzeichneten am Börsendonnerstag 13 Millionen US-Dollar Kapitalzufluss.
Bitcoin und Ethereum sind die mit Abstand wichtigsten Kryptowährungen, zusammen sind sie für fast 70 Prozent des Kapitals verantwortlich, welches theoretisch in Krypto steckt. Der typische Ethereum Anleger verlässt sich auf die Preisbildung an Kryptobörsen. Doch das Krypto-Unternehmen Wintermute macht in einem aktuellen Marktreport auf eine wichtige Entwicklung aufmerksam. Im ersten Halbjahr 2026 nämlich hat Wintermute beobachtet, dass sich der Handel mit Ethereum, Bitcoin und Co. auf direkte Vereinbarungen zwischen Großinvestoren verschiebt und bei den eigenen Kunden 72 Prozent des Volumen erreicht hat. Zudem werde immer häufiger mit Derivaten gehandelt und die Wintermute Kunden beschränken sich in ihren Portfolios zunehmend auf die beiden Schwergewichte Ethereum und Bitcoin, die Beimischung von ausgewählten Altcoins nimmt ab. Der Pluspunkt dieses Trends: Die Preisschwankungen von BTC und ETH werden seltener und weniger stark als noch vor wenigen Jahren.
ALTCOINS
Gewinner des Tages ist erneut Uniswap (UNI), diesmal mit 13 Prozent Plus. Steigende Umsätze der DEX durch die Anbindung an die Robinhood Chain sind ein wichtiger Faktor für den Aufwärtstrend von Uniswap und UNI.
Verlierer des Tages ist Memecore (MEME) mit 10 Prozent Minus, über den Monat stehen aber immer noch 26 Prozent Plus in den Büchern. MemeCore fokussiert sich nach eigenen Angaben auf Meme 2.0 und baut an einem entsprechendes Ökosystem mit MEME als Zahlungsmittel.
Das Krypto-Stimmungsbarometer verbleibt in der Zone „Angst“, der Leitwährung Bitcoin fehlen Impulse und die USA kommen im Iran-Krieg nicht entscheidend weiter.
AUS DER KRYPTOINDUSTRIE
XRP (Ripple) war der Altcoin, mit dem Netzwerk von Kriminellen in Südkorea mindestens 12,3 Milliarden Won (umgerechnet etwa 8,5 Millionen Dollar) erbeutet haben. Laut einem Zeitungsbericht hat die Polizei in Seoul zwei mutmaßliche Täter festgenommen und sucht nach zwei weiteren. Die Bande hatte demnach eine Fake-Webseite aufgesetzt, in der sie auf XRP Einlagen bis zu 1,8 Prozent Zinsen garantierten. Zusätzlich produzierten sie YouTube-Videos und fälschten Verbindungen zu Flare, einem DeFi-Projekt mit Brücken zu Ripple. 71 Menschen sollen auf die Masche reingefallen sein und ihre XRP eingezahlt haben, auf welche die Kriminellen es abgesehen hatten. Südkorea versucht, eine „Null Toleranz“ Politik gegenüber Krypto Scam durchzusetzen und sucht nach weiteren Geschädigten des XRP Skandals. Ripple hat die Angelegenheit bisher nicht kommentiert.
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