Bitcoin-Krise: Kaufen institutionelle Anleger jetzt ein?

Nutzen institutionelle Investoren den aktuellen Kurs dafür sich mit Bitcoins einzudecken? Die Beweisführung dafür ist schwierig.

Des einen Leid, des anderen Freud – die Gültigkeit dieser Redewendung ist an den globalen Börsen tagtäglich zu beobachten und trifft sicherlich auch auf den Bitcoin (BTC) zu. Nun hat sich das Krypto-Fachportal CCN weit vorgewagt und berichtet über BTC-Käufe von institutionellen Anlegern, die sich über das Kurstief des BTC freuen würden. Kronzeuge dafür ist Jake Chervinsky, seines Zeichens Anwalt mit Sitz in Washington. Auf Twitter schreibt dieser Chervinsky  zusammengefasst: Bei der Preismarke von 4.000 US-Dollar pro BTC würden normale Anleger unsicher über ihre Strategie werden, während Großanleger „Bitte fahrt fort, uns Bitcoins billig zu verkaufen. Danke“ dächten. Nun ist es kein Geheimnis, dass institutionelle Investoren in längeren Zeiträumen denken als viele andere – aber wagen sie sich tatsächlich auf den BTC-Markt?

https://twitter.com/jchervinsky/status/1066569157439864834

Talfahrt des BTC und die Gerüchteküche

Chervinsky hat in jedem Fall eine Diskussion in der Bitcoin-Community angezettelt. Er führt als Hauptargument für seine These an, dass professionelle Anleger darin geübt sein, ihre spekulativen Investments in außerbörslichen Geschäften zu verschleiern. Aus Informationen von Grayscale Investment und der US-Universität Yale sei aber erkennbar, dass derzeit konzentriert Bitcoins aufgekauft würden. CCN meint, dass eigene Recherchen zumindest in dieselbe Richtung weisen. Als Beleg werden hier Signale der Projekte Coinbase Custody, Bakkt und Fidelity Digital Assets angeführt. Doch klar ist auch: Die Berichterstattung erhält viele Konjunktive à la „könnte“. Ein harter Beweis ist im nichtregulierten BTC-Markt kaum zu führen, Chervinsky und CCN sind selbst zumindest indirekt involviert und haben deshalb auch eigene Interessen.

Wenn, wäre und vielleicht – Kristallkugel BTC

Für viele Anleger in Bitcoin sind diese Wochen wahrlich kein Zuckerschlecken und daraus ergibt sich von ganz allein die Sehnsucht nach positiven Nachrichten. Es ist durchaus möglich, dass Großanleger die Kursentwicklung als Chance begreifen, Bitcoins zu kaufen. Nur scheint sich niemand dazu bekennen und auch der BTC-Kurs kreist weiter volatil um die Marke von 4.000 US-Dollar. Handfester werden institutionelle Investments erst dann beweisbar, wenn Bitcoin und seine Verwandten wie erhofft als regulierte Futures gehandelt werden. Für hier und jetzt bleibt der BTC ein risikoreiches Thema, bei dem viele Marktteilnehmer Informationen mit Eigeninteresse streuen. Immerhin erholt sich der Kurs gerade wieder etwas.

Bitcoin Kursentwicklung


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