Bitcoin und Ethereum bewegen sich nur minimal. An der Deutschen Börse debütiert ein BTC Mining ETF, in den USA ringt die Politik um die Krypto Clarity Gesetze, Hacks bei Ethereum. Das alles im Block-Builders Briefing.
BITCOIN
Bitcoin notiert am Donnerstagmorgen bei knapp 66.600 und damit seitwärts. Die Bitcoin ETFs setzten ihren positiven Lauf am Börsenmittwoch mit 69 Millionen US-Dollar Kapitalzufluss fort.
An der Deutschen Börse Xetra feiert ein Bitcoin Mining ETF sein Debüt. Herausgeber CoinShares hebt in seiner Pressemitteilung dazu hervor, damit auch selbst erstmals einen Schritt europäische ETFs zu machen, welche durch die sogenannte OGAW Richtlinie (Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren) reguliert sind. Der CoinShares Bitcoin Mining UCITS ETF (hier an der Deutschen Börse) versammelt börsennotierte BTC Miner und hat in seiner US-Version bisher rund 350 Millionen Dollar Anlegergelder angelockt. In Europa hofft CoinShares nach eigenen Angaben insbesondere auf institutionelle Investoren wie Rentenkassen, Versicherungen und Privatbanken, mit denen man häufig schon langjährige Verbindungen pflegt. Doch die Rechtslage in Europa erlaube ihnen normalerweise, nur ETFs in die Portfolios aufzunehmen, welche den OGAW Richtlinien entsprechen. Bitcoin Miner sind an den Börsen dadurch interessanter geworden, dass viele von ihnen mittlerweile auch Rechnerkapazitäten für Großunternehmen in der Sparte Künstliche Intelligenz vermieten. Damit erweitern Bitcoin Miner ihr Geschäftsfeld und sind weniger abhängig von der BTC Preiskurve.
ETHEREUM
Ethereum wird am Donnerstagmorgen bei etwa 1.920 Dollar gehandelt, keine Veränderung zum Vortag. Die Ethereum ETFs meldeten vom Börsenmittwoch 73 Millionen US-Dollar Kapitalzufluss.
Im Ethereum Ökosystem gibt es wieder mal Hacker News. Betroffen waren innerhalb weniger Stunden gleich zweimal sogenannte Bridges, bei denen eigentlich Kryptowährungen sicher von einer Blockchain zu einer anderen überführt werden sollen. Die Fachleute von BlockAid beziffern den Schaden im Fall des AFX Protokolls mit seiner Kryptobörse auf 24 Millionen US-Dollar. Beim zweiten Angriff auf das Verus Protokoll kamen rund 7,5 Millionen Dollar Beute zusammen, schreibt Blockaid auf X, auch hier war eine Bridge der Schwachpunkt. 2026 wird wohl als Krypto-Jahr mit den meisten Hacks in die Geschichte eingehen, Bridges und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz stehen dabei sehr häufig im Fokus. Ethereum selbst ist zwar bisher nicht mit Schwachstellen in seinem Code aufgefallen, doch die Vormachtstellung des Ökosystems im Bereich Dezentralisierte Finanzen (DeFi) lockt Hacker geradezu magisch auf ETH untergeordnete Protokolle an.
ALTCOINS
Gewinner des Tages ist Hedera (HBAR) mit 5 Prozent Plus. Das Projekt wird von Großunternehmen wie Google, IBM und Deutsche Telekom getragen, Hedera verkündete zuletzt seine vollständige Kompatibilität mit der Ethereum Virtual Machine, was Brücken Richtung DeFi baut.
Verlierer des Tages ist erneut DEXE mit 23 Prozent Minus, der Preis ist innerhalb von nur zwei Tagen von rund 40 auf unter 4 Dollar gefallen. Krypto-Detektiv ZachXBT hatte DeXe schon vor zehn Tagen auf X lapidar als „hochgradig manipuliert“ eingestuft, Großinvestoren und/oder Team haben sich offenbar mit „pump and Dump“ eine goldene Nase verdient.
Das Krypto-Stimmungsbarometer bewegt sich nervös zwischen den Zonen „Neutral“ und „Angst“ hin und her, die Lage im Iran-Krieg und der vermeintliche Endspurt in Sachen Clarity Gesetze für Krypto in den USA bestimmen die Gefühlslage.
AUS DER KRYPTOINDUSTRIE
In den US-Fachmedien sind die Verhandlungen um die Clarity Gesetze derzeit Thema Nummer Eins. Ein Knackpunkt waren die hochprofitablen Krypto-Geschäfte von Präsident Donald Trump. Dort kamen seine Republikaner im jüngsten Entwurf für Clarity den Demokraten entgegen und stimmten einem Krypto-Verbot für Trump bis zum Ende seiner Amtszeit zu. Doch die stets gut informierte Korrespondentin Eleanor Terrett schreibt auf X, dass einige eigentlich Pro-Krypto Demokraten weiterhin Einwände haben und „der Weg des Gesetzes hin zu 60 Stimmen bleibt herausfordernd“. Beim Wettmarkt Polymarket geht die Wahrscheinlichkeit für Clarity in 2026 aktuell wieder auf etwa 35 Prozent zurück, Mitte Februar hatte sie einen Höchstwert von 82 Prozent verzeichnet. Clarity soll der Kryptoindustrie in den USA eine klare gesetzliche Basis schaffen, doch am 7. August geht der Senat in die Sommerpause und anschließende Zwischenzahlen dürften einen späteren Kompromiss versperren.
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