Bitcoin Preis erholt sich auf gut 70.000 US-Dollar – aber Nervosität hält an

Die Bitcoin Preiskurve ist über das Wochenende von 65.000 bis auf gut 70.000 US-Dollar geklettert. Altcoins wie Ethereum, Solana und XRP zeigen Zeichen der Erholung. Ist die Gefahr einer Bitcoin Flaute abgewendet?

Ein vorsichtiges Aufatmen prägt die Stimmung an den Kryptomärkten zum Wochenanfang: Die harschen Verluste von Bitcoin hatten am Freitag die BTC Preiskurve bis nahe an die Marke von 60.000 US-Dollar gedrückt und sich dann zunächst bei 65.000 US-Dollar stabilisiert. Von dort ging es für Bitcoin dann über Super-Bowl-Wochenende wieder aufwärts und am heutigen Montagmorgen steht die Krypto-Leitwährung bei gut 70.000 US-Dollar. Auch Ethereum hat sich auf Preise von knapp über 2.000 US-Dollar erholt, XRP (Ripple) findet sich nach den Turbulenzen bei gut 1,40 US-Dollar wieder und Solana zeigt mit Notierungen um 85 US-Dollar ein spürbares Lebenszeichen. Doch ist das nur ein kurzfristiger Effekt oder kann Bitcoin tatsächlich wieder optimistisch nach vorne gucken?

– Der Einbruch an den Kryptomärkten zum Schluss der vergangenen Woche war heftig, aber kurz. Als die Bitcoin Unterstützungslinie bei 60.000 US-Dollar ins Wackeln geriet, steuerten Anleger dagegen. Doch man sollte nicht vergessen: Die BTC Verluste über die letzten sieben Tage addieren sich immer noch auf ein Wochenminus von 7,5 Prozent. Bei Ethereum steht ein Wochenminus von 6,5 Prozent in den Büchern, bei XRP sind es 9 und bei Solana 14 Prozent. So wirkt die Bitcoin Preiskurve nicht wie ein Aufbruch, sondern wie ein Aufstemmen gegen den Absturz.

– Auf der Plusseite war es um US-Präsident Donald Trump am Wochenende ungewöhnlich ruhig, er hielt sich mit weltpolitischen Einlassungen zurück. Bitcoin durfte hingegen Schwung schöpfen aus Wahlergebnissen in Japan. Die dortige Ministerpräsidentin Sanae Takaichi fuhr einen Erdrutschsieg ein, ihre wirtschaftsliberale Koalition hat Steuersenkungen versprochen. Der Nikkei 225 als wichtigster japanischer Aktienindex kletterte zum heutigen Start der Börsenwoche prompt auf ein historisches Rekordhoch und Bitcoin nimmt dies positiv auf.

Ethereum hat sich zwar für den Moment wieder auf einen Preis von über 2.000 US-Dollar gerettet. Doch vor zehn Tagen notierte ETH noch über 3.000 und das Allzeithoch aus dem August liegt bei knapp 5.000 US-Dollar. Für Ethereum geht es wie auch bei Bitcoin vorerst weiter um Schadenbegrenzung. Ein schwacher Handelstag dürfte ausreichen, damit erneut über Unterstützungslinien anstatt Preiszielen diskutiert wird. Dies gilt auch für Solana, SOL ist 70 Prozent von seinem Allzeithoch entfernt. XRP hält sich mit 60 Prozent Abstand zum Allzeithoch aus dem Juli 2025 etwas besser, aber die Luft ist raus.

Fazit: Bitcoin Erholung nur ein Strohfeuer? Neue Börsenwoche ruft

Die Gemengelage bei Bitcoin und Co. ist vielschichtig: Schon seit Oktober sind die Kryptomärkte in einer Abwärtsbewegung, da helfen auch bessere Phasen wie nun am Wochenende wenig. Analysten erwarten für die kommenden Tage anhaltende Preisschwankungen, die eine Bodenbildung definieren könnten. Der Stimmungsindex weist weiterhin „extreme Angst“ aus, ein neuerlicher Bitcoin Rückfall unter 70.000 oder gar 65.000 US-Dollar wird nicht ausgeschlossen. XRP, Ethereum und Solana als führende Altcoins machen nicht den Anschein, eigene Dynamik zu entwickeln. Aber immerhin startet Bitcoin ohne Gegenwind in die neue Börsenwoche. 

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