Bei Ethereum gab es einen externen Eingriff auf das Privacy Protokoll Zama. Bitcoin notiert seitwärts, JPMorgan CEO Jamie Dimon verliert wegen der Clarity Krypto-Gesetze die Fassung. Das Block-Builders Building weiß mehr.
BITCOIN
Bitcoin notiert am Montagmorgen bei rund 73.500 Dollar und hat damit ein Wochenende ohne größere Preisausschläge erlebt. Die Bitcoin ETFs meldeten vom Börsenfreitag 125 Millionen US-Dollar Kapitalabfluss. Damit wurde die letzte Woche mit 1,42 Milliarden Dollar Minus auffällig schwach und der gesamte Mai schloss für die Bitcoin ETFs mit 2,43 Milliarden Kapitalabfluss tief in den roten Zahlen ab.
Die USA beanspruchen sich für sich, in der Iran-Krise 1 Milliarde Dollar in Krypto beschlagnahmt zu haben. Finanzminister Scott Bessent machte dies bei einer Konferenz öffentlich, wie unter anderem Fox News berichtet. Bessent erklärte nicht, um welche Kryptowährungen es sich genau handele, doch Bitcoin dürfte einen Teil der Summe ausmachen. Denn der Iran erhebt an der Straße von Hormus Wegzoll, der in BTC entrichtet werden soll. Für die strategische Bitcoin Reserve der USA ist das eine gute Nachricht, die beschlagnahmten Kryptowerte dürften in diesen Topf fließen.
ETHEREUM
Ethereum kämpft am Montagmorgen wie über das gesamte Wochenende darum, nicht unter die psychologisch wichtige Marke von 2.000 Dollar zu fallen. Die Ethereum ETFs gaben letzte Woche mit insgesamt 241 Millionen US-Dollar Kapitalabfluss ein schwaches Bild ab, für den ganzen Mai summierte sich das Minus auf 541 Millionen.
In der Ethereum Community sorgt die Nachricht für Aufregung, dass im Privacy Protokoll Zama 12,6 Millionen Dollar „eingefroren“ wurden. Die betroffenen Gelder waren in USDC (Circle) in diesem Smart Contract abgelegt. Zama Gründer Rand Hindi zeigte sich auf X zunächst völlig überrascht von der Situation. Später wurde dann auch ihm klar, dass fast die gesamte Summe aus einem Hack stammte und die Beschlagnahmung von einem Gericht angeordnet wurde. Doch eigentlich sollte bei Ethereum und dem verknüpften Zama Protokoll solche Eingriffe von außen durch Dezentralität und Zensurresistenz verhindert werden, in diesem Fall hatte sich wohl der USDC Herausgeber Circle eingemischt.
ALTCOINS
Gewinner des Tages ist Humanity (H) mit sagenhaften 67 Prozent Plus. Humanity wirbt für sich an der Schnittstelle zwischen Blockchain, Künstlicher Identität und digitaler Identität. Der Preissprung auf eine neues Rekordhoch von 0,67 Dollar für Humanity kommt dennoch überraschend.
Verlierer des Tages ist Zama mit rund 8 Prozent Minus. Grund für den Einbruch dürfte der oben geschilderte externe Eingriff in das Privacy Protokoll sein, der das Vertrauen in Zama beschädigt.
Das Krypto-Stimmungsbarometer zittert weiterhin in der Zone „Angst“, die USA bombardieren wieder Ziele in Iran und das angegriffene Land schlägt zurück.
AUS DER KRYPTOINDUSTRIE
Jamie Dimon ist CEO der US-Großbank JPMorgan und lässt in den Verhandlungen um das Clarity Gesetze seine guten Manieren links liegen. In einem Interview bei Fox Business bezeichnete er den Coinbase CEO Brian Armstrong als einen „Haufen Scheisse“ und warf dem Kontrahenten vor, mit hunderten Millionen Dollar die Entscheidungsfindung zu Clarity beeinflussen zu wollen. Armstrong reagierte auf X cool mit einem Sportvergleich. JPMorgan will wie andere US-Banken auch unbedingt verhindern, dass Krypto-Plattformen wie Coinbase Zinsen auf Einlagen in Stablecoins anbieten dürfen. Dies gilt als Hauptgrund dafür, dass Clarity in politischen Verhandlungen festzustecken scheint.
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