„Bitcoin Steuer“ in Deutschland, BTC und ETH seitwärts — Block-Builders Briefing

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In Deutschland scheint die „Bitcoin Steuer“ von 2028 an endgültig beschlossene Sache. BTC und ETH notieren seitwärts. Bitmine Immersion setzt ETH Einkäufe fort. Erfahr mehr im Block-Builders Briefing.

BITCOIN

Mit Preisen um 79.000 Dollar notiert Bitcoin am Mittwochmorgen seitwärts. Die Bitcoin ETFs meldeten vom Börsendienstag 47 Millionen US-Dollar Kapitalabfluss.

Der Liquid Network Hack bei Bitcoin bestätigt eine interessante These. Denn angetrieben auch durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) wird das Kryptojahr 2026 eine Rekordzahl von Hacks erleben, fast täglich muss ein Projekt Schäden melden. Doch wie bei Ethereum suchen die Angreifer auch bei Bitcoin nicht im Code der BTC Blockchain nach Einfallstoren, sondern konzentrieren sich auf untergeordnete Instanzen. Das Liquid Network ist eine Bitcoin Sidechain, der Coldcard Hack erwischte eine Bitcoin Hardware Wallet und das Red Team staunte, wie viele Fehler sich im Lightning Netzwerk eingeschlichen haben. Vorläufige Erkenntnis: Als Layer-1 sind Bitcoin und Ethereum sicher, die eigentlichen Blockchains von BTC und ETH scheinen selbst KI keine Angriffspunkte zu bieten. Aber beim Einsatz von Blockhains, Hardware und anderen Elementen, die an Bitcoin beziehungsweise Ethereum andocken, lauern so viele Risiken wie nie zuvor.

ETHEREUM

Ethereum wird am Mittwochmorgen bei knapp 2.500 Dollar gehandelt, kein Tagestrend erkennbar. Die Ethereum ETFs verzeichneten am Börsendienstag 24 Millionen US-Dollar Kapitalabfluss. 

Das weltgrößte Bitcoin Unternehmen Strategy hat laut Pflichtmitteilung in der vergangenen Woche wieder einmal keine BTC hinzugekauft. Doch Bitmine Immersion, das Ethereum Unternehmen Nummer Eins, setzt seinen Kurs fort. Per Pressemitteilung wurde der Zukauf von 28.086 Ethereum gemeldet. Damit hat Bitmine Immersion jetzt seit Ende Juni 2025 jede Woche seine ETH Reserven ausgebaut und nach eigenen Angaben 97 Prozent des Ziels erfüllt, 5 Prozent aller Ethereum zu besitzen. Beobachter wie Kodi bemerken auf X, dass Bitmine Immersion über ausreichend Geldreserven verfügt, um die 5 Prozent Hürde jederzeit zu erreichen. So wird sich wohl schon bald die Frage stellen, was Bitmine Immersion sich für die Zukunft vornimmt. Das Ethereum Paket brockt dem Unternehmen aktuell etwa 5 Milliarden nicht realisierten Verlust ein, weil Bitmine Immersion seine ETH für durchschnittlich 3.341 Dollar einkaufte, rechnet der Datendienst DropsTab vor.

ALTCOINS

Gewinner des Tages ist Venice Token (VVV) mit 44 Prozent Plus und einem neuen Allzeithoch von gut 26 Dollar. Auf X hatte Venice Token zuvor den größten „Burn“ seiner Geschichte gemeldet, insgesamt sind jetzt VV für fast eine Milliarde Dollar absichtlich zerstört worden.

Verlierer des Tages ist Internet Computer (ICP) mit 5 Prozent Minus. Nach gut 11 Prozent Wochenplus erlebt ICP jetzt wohl Preiskorrektur, generell hinkt Internet Computer seinen Rekordhochs aus 2021 mehr als 99 Prozent hinterher.

Das Krypto-Stimmungsbarometer pendelt in der Zone „Gier“ seitwärts, die Stimmung an den Kryptomärkten hat sich im Vergleich zum Sommer deutlich aufgehellt.

AUS DER KRYPTOINDUSTRIE

In Sachen Bitcoin Steuer deutet sich eine Einigung in der Berliner Regierung ab. Spiegel und Welt berichten übereinstimmend über einen Entwurf, der vorsieht, Bitcoin und Co. vom 1. Januar 2027 mit einer Abgeltungssteuer von mindestens 25 Prozent steuertechnisch Aktien gleichzusetzen. Damit fällt wohl vom kommenden Jahr an der Status von „privaten Veräußerungsgeschäften“ bei Bitcoin, Ethereum und anderen Kryptowährungen, welcher nach einjähriger Haltefrist den Verkauf steuerfrei machte. Befürchtungen, Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) konnte sogar eine rückwirkende Besteuerung von Kryptowerten versuchen, scheinen immerhin aus dem Raum. Der Gesetzesentwurf hält ausdrücklich das Altbestandsrecht für Bitcoin und Artgenossen fest, die bis zum 31. Dezember dieses Jahres gekauft werden. 350 Millionen Euro jährliche Einnahmen verspricht sich das deutsche Finanzministerium von der „Bitcoin Steuer“ im Jahr 2028 – angesichts des Bundeshaushalts mit mehr als 500 Milliarden Euro ein Tropfen auf dem heißen Stein, welcher der hiesigen Kryptoindustrie spürbar schaden könnte. 

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