Bombenangriffe im Nahen Osten, ein Iran ohne Führer: Die Weltpolitik wirkt sich auch auf Bitcoin und Co. aus, die Kryptomärkte verlieren leicht. Mehr zur Lage am heutigen Montag im Block-Builders Briefing.
BITCOIN
Die Bitcoin Preiskurve ist über das Wochenende von 68.000 auf rund 66.000 US-Dollar abgeknickt. Die US-Militärschläge gegen Iran machen Finanz- und Ölmärkte unruhig, ein Crash aber bleibt aus.
Die Bitcoin ETFs melden das erste Mal seit Anfang Januar einen positiven Wochenabschluss, 800 Millionen US-Dollar konnten die Verluste der Vorwochen aber nicht ausgleichen. Rund 1,8 Milliarden US-Dollar haben die Bitcoin ETFs nun seit Jahresbeginn verloren – doch in guten Monaten waren auf der anderen Seite wiederholt 3 Milliarden Dollar und mehr Kapitalzufluss Normalität, sowohl in 2024 als auch 2025.
ETHEREUM
Ethereum notiert am Montagmorgen bei gut 1.900 US-Dollar, auch ETH verlor nach den Ereignissen im Iran leicht von Preisen knapp über 2.000 Dollar. Die Ethereum ETFs konnten in der vergangenen Börsenwoche mit 80 Millionen US-Dollar Plus einen kleinen Kapitalzufluss verzeichnen, doch die Monatsergebnisse sind nun schon seit November durchgehend negativ.
Ethereum Gründer Vitalik Buterin staunt auf X darüber, dass ein Solo-Entwickler mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) in nur zwei Wochen komplexe Upgrade-Ziele von ETH theoretisch umsetzen konnte. Vor einem halben Jahr noch wären solche Ergebnisse für „Vibe Voding“ mit KI unvorstellbar gewesen, jetzt sei der Trend klar. Buterin mahnt, Fehlersuche weiterhin sorgfältig von Menschen durchführen zu lassen. Doch er erwartet nun schnelleres Tempo bei der technologischen Weiterentwicklung von Ethereum.
ALTCOINS
Als Gewinner des Tages darf sich KAVA fühlen, 24 Prozent Plus in 24 Stunden sind eindrucksvoll. Das DeFi-Projekt startet mit Unterstützung der Kryptobörse Binance schon 2019, aber 2023 brach KAVA brutal ein. Der jüngste Preissprung von KAVA könnte auf Spekulationen zurückzuführen sein.
ZCash (ZEC) ist unter den 30 wichtigsten globalen Kryptowährungen der Verlierer des Tages mit 6 Prozent Minus, über die letzte Woche hat der Privacy-Coin nun schon 13 Prozent Minus eingefahren. Hauptkonkurrent Monero (XMR) machte in selben Zeitraum 9 Prozent Plus, das Wettbewerb zwischen den beiden führenden Privacy Coins scheint bis auf Weiteres entschieden.
Das Stimmungsbarometer für die Kryptomärkte steht weiterhin auf „extreme Angst“, angesichts der Bomben im Nahen Osten wenig überraschend.
AUS DER KRYPTOINDUSTRIE
Des einen Leid, des anderen Freud: Der Krieg um Iran hat auf dem Wettmarkt Polymarket für mehr als 500 Millionen US-Dollar Einsätze angelockt, berichtet CoinDesk, ein Rekordergebnis. Auch die auf Derivate spezialisierte DEX Hyperliquid profitierte von den weltpolitischen Entwicklungen, bilanziert Decrypt. Da traditionelle Börsen am Wochenende geschlossen waren, wichen Händler auf Hyperliquid aus und sorgten dort für spürbar höhe Umsätze. Hyperliquid will übrigens auch in die Sparte Wettmarkt einsteigen.
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