BitMEX kündigt Identitätsprüfung (KYC) für Kunden an

Die Kryptobörse BitMEX wird Ende August damit beginnen, allen Nutzern eine Identitätsprüfung abzuverlangen. Zeit für den KYC-Prozess haben die Kunden von BitMEX dann bis zum 12. Februar 2021. Bislang war BitMEX eine der wenigen großen Krypto-Plattformen, die auch anonymen Handel erlaubten.

Die Frage von Anonymität beim Umgang und Handel mit Bitcoin und Co. ist ein zweischneidiges Schwert: Befürworter der Option, auch anonym agieren zu können, führen das eigentliche Konzept von Kryptowährungen an, völlig unabhängig von staatlicher Kontrolle sein zu wollen. Doch Regulierungsbehörden und Strafverfolgern ist Anonymität bei Geldgeschäften ein Dorn im Auge, denn sie wollen gegen Geldwäsche und und Steuerbetrug vorgehen können. Jetzt hat sich auch die Kryptobörse BitMEX dem Druck gebeugt und kündigt per Blogpost Identitätsprüfungen für Neu- und Bestandskunden an. Live gestellt wird Know-Your-Customer (KYC) von BitMEX am 28. August 2020 und ab 12. Februar 2021 wird es unmöglich, bei BitMEX ohne absolvierten KYC-Prozess zu handeln.

KYC bei BitMEX – so wird es funktionieren

BitMEX nennt sein Programm „User Verification “ und verspricht, es werde in der Praxis dem gewohnten Prozedere von anderen Kryptobörsen ähneln. Dazu werden vier Schritte von Kunden online zu absolvieren sein:

  1. Foto oder Scan einer amtlichen ID-Karte (Personalausweis) oder Reisepass
  2. Beweis der Meldeadresse, etwa durch Bankauszug oder aktuelle Rechnungen
  3. Ein tagesaktuelles Selfie, um Identitätsdiebstahl zu verhindern
  4. Beantworten einiger Fragen zur Herkunft von Guthaben sowie zur Erfahrung mit Börsengeschäften

Laut BitMEX wird der Prozess etwa fünf Minuten in Anspruch nehmen. Um Kunden zu motivieren, KYC schnell anzunehmen, soll ein Gewinnspiel als Händlerwettbewerb ausgeschrieben werden, an dem nur die teilnehmen können, welche die Identitätsprüfung bereits erfolgreich absolviert haben.

BitMEX führt die zehnjähriger Geschichte von Kryptowährungen als Grund für die neuen Regeln an. Zum einen erfülle man damit regulatorische Anforderungen und zum anderen werde dadurch das Vertrauen in das Ökosystem von Krypto gestärkt. KYC erleichtere es BitMEX zudem, bei strittigen Aktionen, Hacks oder etwa auch Todesfällen die Situationen individuell zu lösen.

Fazit: BitMEX – Adieu zur Anonymität

BitMEX hat sich als Plattform für den Handel mit Derivaten auf Basis von Kryptowährungen einen Namen gemacht und seinen Platz in der Branche erarbeitet. Auf Twitter drücken viele Kunden ihren Frust darüber aus, dass sie nun auch bei BitMEX nicht mehr absolut anonym bleiben können. Ob BitMEX durch KYC letztendlich wirklich Kunden im großen Maßstab verliert, bleibt abzuwarten. Befürworter von KYC aus der Kryptobranche selbst sehen Identitätsprüfungen als wichtige Maßnahme, um den Ruf von illegalen Geschäften zu vermeiden und es institutionellen Anlegern zu erleichtern, in Krypto zu investieren.


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