Cardano (ADA): Hunderte Smart Contracts vorhanden, aber nicht live

Eine Woche nach dem Upgrade Alonzo bei Cardano (ADA) zeigen Blockchain-Daten Hunderte von Smart Contracts. Der Haken: Sie sind mit einem Zeitschloss versehen.

Seit acht Tagen werden bei Cardano (ADA) Smart Contracts unterstützt. Möglich wurde dies durch das Upgrade Alonzo, an das hohe Erwartungen geknüpft sind. Denn mit Smart Contracts will Cardano neue Anwendungsfelder erschließen, darunter auch Decentralized Finances (DeFi). Ein erstes Zwischenfazit zeigt: Entwickler haben zwar schon Hunderte Smart Contracts bei Cardano eingepflegt, sie aber bislang nicht zur öffentlichen Nutzung freigeschaltet.

Der Datendienst ADApools etwa listet die jeweils 200 jüngsten Smart Contracts bei Cardano auf – und die sind allesamt mit einem Timelock gekennzeichnet, also einem Zeitschloss, welches erst noch geöffnet werden müsste. Smartcontracts Vercel zählt aktuell 24 aktive Smart Contracts bei ADA und rund 3.5000 mit einem Timelock gesperrte.

Spannende Projekte bei Cardano in der Pipeline

Bekannt sind eine Reihe von aussichtsreichen externen Projekten bei Cardano, die einen baldigen Launch erhoffen. Dazu zählen etwa mit Cardax eine dezentralisierte Kryptobörse, mit Liquid ein Vergleichsdienst für Zinsen beim Yield Farming und mit SingularityNET eine Plattform, die sich dem Monetarisieren von Künstlicher Intelligenz verschrieben hat. Doch festzuhalten ist: Trotz langer Vorbereitungszeit sind diese Projekte noch nicht live und teils ist durchgesickert, dass dieses mit unerwarteten Beschränkungen bei Smart Contracts auf Basis von Cardano zusammenhängt.

ADA-Gründer Charles Hoskinson erwartet „zweite Welle“ für DeFi

Zum Wochenende äußerte sich dann auch Charles Hoskinson als Mastermind hinter Cardano zur Situation. In einem Interview sieht er bei den Trendthemen NFTs und DeFi derzeit eine Blase entstehen und erwartet dort verstärkte staatliche Regulierung. Doch für eine danach folgende „zweite Welle“ bei DeFi sei Cardano gut gerüstet und könne mit sehr niedrigen Gebühren und Kompatibilität mit unterschiedlichen Blockchains punkten. Charles Hoskinson nennt das künftige DeFi lieber RealFi, wo beispielsweise auch Identitäten mit einfließen, Metadaten und die Bereitschaft, Regularien einzuhalten.

Fazit: Cardano bleibt unter Beobachtung

ADA notiert aktuell bei knapp 2,20 US-Dollar und damit um 20 Prozent unter den Preisen, als Alonzo gestartet wurde. Anleger hatten sich von Cardano Alonzo offenbar wesentlich mehr erhofft und fest damit gerechnet, Smart Contracts auch in Aktion zu sehen. Hoskinson selbst hatte für 2021 Tausende von DApps bei Cardano vorhergesagt, von denen aber in Wirklichkeit bisher nichts zu spüren ist. So schwebt weiter die Frage im Raum, ob Smart Contracts unter Cardano überhaupt praxistauglich sind – und diese Zweifel belasten die Preiskurve von ADA.


Wer noch keine Bitcoins oder Cardano (ADA) hat kann diese hier kaufen: 

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*