Deutsche trotz 37,6 % höherer Sparquote als im Vorjahr bei Pro-Kopf-Vermögen international weit abgeschlagen

Die Sparquote der privaten Haushalte in Deutschland kletterte binnen eines Jahres von 10,9 auf 15 Prozent. Dessen ungeachtet sind die Deutschen bei einem internationalen Vergleich verhältnismäßig wenig vermögend. Dies geht aus einer neuen Infografik von Block-Builders.de hervor.

Die Sparquote war zuletzt um die 1990er so hoch wie heute. Die Quote gibt an, welcher Anteil des Gesamteinkommens beiseitegelegt wird. „Der massive Anstieg des Sparens ist ein Corona-Sondereffekt“, wie der Vorstand des Verbandes der Volks- und Raiffeisenbanken äußerte.

Wie die Infografik aufzeigt, legen insgesamt 62 Prozent der Deutschen regelmäßig einen Teil ihres frei verfügbaren Einkommens auf die hohe Kante.

Auch bei der Art der Geldanlage zeichnen sich dieser Tage Veränderungen ab. Einer „Aktion pro Aktie“-Erhebung zufolge stieg der Anteil der Aktienbesitzer in Deutschland seit 2019 um 6 Prozentpunkte.

In Aktien investieren – Deutsche setzen verstärkt auf Diversifikation

Zudem setzen die Bundesbürger verstärkt auf börsennotierte Unternehmen, welche ihren Sitz außerhalb Deutschlands haben. Inzwischen handelt es sich bei 38 Prozent der Wertpapiere in deutschen Depots um ausländische Anteile. Im Jahr 2013 waren es lediglich 25 Prozent. Zum Vergleich: In Frankreich halten die Bürger mit einem Anteil von 85 Prozent überwiegend französische Aktien.

Gemäß den Daten des „Global Wealth Report 2020“ beläuft sich das durchschnittliche Pro-Kopf-Vermögen der Deutschen an finanziellen Assets auf 57.079 Euro. Wie die Infografik aufzeigt, landet die Bundesrepublik hierbei keineswegs auf einer Spitzenposition, im Gegenteil. Am höchsten sind die durchschnittlichen Pro-Kopf-Vermögen in den USA und der Schweiz. Dieses schlägt umgerechnet mit 209.524 bzw. 195.388 Euro zu Buche.

Die US-Amerikaner sind nach wie vor im Besitz von fast der Hälfte der Finanzanlagen, konkret: von 43,6 Prozent dieser. Der westeuropäische Anteil beläuft sich hingegen auf 20,7 Prozent.

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