Digital-Börse will Aktien von Tesla, Apple und Co. auf Token-Basis handeln

In Estland und damit EU-weit verfügbar startet am Montag (7. Januar 2019) die digitale Handelsplattform DX.Exchange mit einem Angebot, bei dem klassische Aktien von Großunternehmen wie Apple, Tesla und Facebook als Token gehandelt werden können.

Aus dem kleinen Estland kommt eine Idee, wie Blockchain-Technologie die klassischen Aktienmärkte erweitern kann: Am Montag (7.Januar 2019) geht die Digital-Börse DX.Exchange mit einem neuartigen Angebot an den Start.

Unter dem Schlagwort „Digitale Aktien“ (digital stocks) verbirgt sich bei DX.Exchange das Konzept, wichtige US-Aktien im Verhältnis 1:1 durch Tokens von DX.Exchange abzubilden. Anfangs sollen so zehn NASDAQ-gelistete Aktien wie Tesla, Apple und Facebook angeboten werden.

Das Konzept von DX.Exchange im Detail

Laut DX.Exchange (https://dx.exchange/how-it-works/) ist der Handelsprozess denkbar einfach organisiert: Der Kunde meldet sich an und bestätigt seine Identität. Dann zahlt er klassische Währung oder Kryptowährung auf sein Konto bei DX.Exchange ein. Nun ist er in der Lage, sich mit „digitalen Aktien“ einzudecken, die eben als Tokens von DX.Exchange ein Äquivalent zu einer der US-Aktien darstellen. Drei Vorteile dieses Modells liegen auf der Hand:

– Die Tokens von DX.Exchange können digital zu jeder Zeit gehandelt werden, also auch dann, wenn die NASDAQ geschlossen hat.
– Der Zugang zu NASDAQ-Aktien wird für Nicht-US-Bürger erleichtert.
– Es soll möglich werden, auch nur Teile einer Aktie zu handeln, also etwa eine halbe Tesla-Aktie.

Informationen dazu, welche Aktien neben Apple, Tesla und Facebook abgebildet werden sollen, gab es zunächst nicht. Auch stehen Details dazu aus, welche Kryptowährungen von DX.Exchange akzeptiert werden.

Rechtliche und technische Hintergründe zu DX.Exchange

Die Tokens von DX.Exchange werden auf Basis der Ethereum Blockchain ausgegeben. DX.Exchange verfügt nach eigenen Angaben über eine Zulassung durch die estnische Finanzaufsicht und darf deshalb seine Angebote EU-Weit vertreiben, also auch an deutsche Staatsbürger. Die realen Aktien werden durch den Partner MPS.Exchange gehalten, der in Zypern registriert und zugelassen ist, also ebenfalls in der EU. Die US-Aufsichtsbehörden wollten das Projekt bisher nicht kommentieren. Der CEO von DX.Exchange, Daniel Skowronski, sagte, sein Vorhaben brauche keine Erlaubnis aus den USA.

Für wen ist die DX.Exchange interessant?

Das Konzept von DX.Exchange klingt spannend und scheint nach den bisher vorliegenden Informationen in der EU völlig legal. Ob die Plattform halten kann, was sie verspricht, und wie die noch offenen Fragen beantwortet werden, dürfte nächste Woche klar werden. Große Teile der Webpräsenz von DX.Exchange sind auch auf Deutsch zugänglich, schaue dich also ruhig mal um dort. Das Beispiel zeigt auf jeden Fall welches Potential noch in kryptowährungen steckt.


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