Ethereum: Entwickler planen offenbar beschleunigte Roadmap

Ein Teil der Ethereum-Entwickler scheint im privaten an Plänen zu arbeiten, die Ethereum Blockchain mit neuen Features attraktiver zu machen. Das Vorhaben stößt aber wegen seiner Intransparenz auch auf Kritik.

Aufregung beim Ethereum: Bei Github veröffentlichte Gesprächsprotokolle legen nahe, dass einige der führenden Entwickler insgeheim ein größeres technisches Update unter dem Namen „ETH 1.x“ vorbereiten. Ziel sei es, die Blockchain so schnell wie möglich attraktiver zu gestalten. Demnach gibt es aber auch Widerstand gegen die Pläne an sich und die Art des Vorgehens. Teile der Ethereum-Community wundern sich, nicht in die Überlegungen einbezogen zu sein.

Worum geht es bei ETH 1.x?

Die Blockchain von Ethereums sieht sich in Konkurrenz zu anderen Blockchains. Dabei steht die Kryptowährung ETH nicht einmal im Vordergrund, sondern alternative Verwendungszwecke des Netzwerks. Deshalb trafen sich Entwickler am Rande der Technik-Konferenz Devcon4 und diskutierten, ob es möglich sei, Mitte 2019 ein größeres Update beim Ethereum durchzuführen. Dies solle insbesondere die virtuelle Maschine hinter Ethereum (EVM) betreffen, um die Blockchain schneller zu machen. Weitere nun öffentlich gewordene Ideen drehen sich um Gebühren in Bezug auf Smart Contracts und datengesteuerte Analysen (data driven analysis) in der Blockchain. Die Protokolle verzeichnen mit Ethereum-Gründer Vitalik Buterin und Entwicklern wie Lane Rettig, Peter Szilagyi und Hudson Jameson prominente Namen. Bislang war bei Ethereum nur bekannt, dass für den Januar 2019 ein Hard Fork namens Constantinople anvisiert wird.

Warum die Aufregung um ETH 1.x?

Die aktuellen Vorfälle zeigen: Das dezentralisierte System einer Blockchain ist nicht nur unter technischen Aspekten zu betrachten. Der Hard Fork bei Bitcoin Cash litt darunter, dass sich zwei große Lager nicht auf ein gemeinsames Vorgehen einigen konnten. Auch bei Ethereum ist die Blockchain letztendlich darauf angewiesen, von der Community mehrheitlich unterstützt zu werden. Wenn die Teilnehmer nicht mitziehen und Upgrades aufspielen, besteht das Risiko, dass sich die Blockchain wie bei Bitcoin Cash aufsplittert. Das Vertrauen der Community wird aber durch Treffen in Hinterzimmer nicht gestärkt. Dieses Detail haben Buterin und Co. offenbar unterschätzt. Afri Schoedon etwa, der für für den Ethereum-Client Parity verantwortlich ist, merkte an: „Private Gruppen schön und gut – aber sie sollten transparent sein und mit einer öffentlichen Bekanntmachung starten“.


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