F2pool-Gründer: Mehr als 600.000 Bitcoin-Miner abgestellt

In den vergangenen zwei Wochen wurden nach Auskunft von F2pool-Gründer Mao Shixing zwischen 600.000 und 800.000 Bitcoin-Miner abgestellt. Hauptgrund dafür ist der gefallene Kurs des BTC, der das Minen für viele unprofitabel macht.

Die negative Kursentwicklung des Bitcoins (BTC) zieht weite Kreise: Miner in China nehmen im großen Stil ihre Rechner aus der Blockchain zurück. Der Gründer von F2pool, Mao Shixing, schätzt, dass mindestens 600.000 Miner abgestellt wurden. Mao stützt seine Analyse auf Gespräche mit Kunden von F2pool, der stark gesunkenen Hashrate der BTC-Blockchain und eigene Daten. F2pool gilt als einer der größten BTC-Mining-Pools weltweit und vereint nach aktuellen Zahlen derzeit knapp acht Prozent der Rechenpower der BTC-Blockchain. Allein bei F2pool sind Mao zufolge etwa zehn Prozent weniger Miner als noch vor zwei Wochen tätig.

Entwicklung Bitcoin Hashrate in den letzten 12 Monaten

Für wen lohnt sich das Minen von BTC aktuell noch?

Mao berichtet, dass der Preisverfall des BTC hauptsächlich solche Miner getroffen habe, die mit älterer Hardware arbeiten. Als Beispiele nennt er die ASICs Antminer T9+ von Bitmain und AvalonMiner 741 von Canaan Creative. Deren Rechenpower würde bei den aktuellen BTC-Preisen von um 4.000 US-Dollar nicht ausreichen, um Bitcoins profitabel zu schürfen. Zusätzlich belastet werden die Miner durch steigende Strompreise in Chinas Südwesten, so Mao. Waren dort im Sommer umgerechnet nur etwa 0,029 US-Dollar pro Kilowatt zu bezahlen, seien es nun im Winter 0,043. Maos Einschätzung zufolge erreicht das Minen von BTC in China derzeit mit Ausrüstung aus den Jahren 2016 und 2017 nicht mehr den Break-Even-Point. Abgebildet wird dies auch im Miner-Index von F2pool.

Wie geht es weiter mit den Miner-Farmen?

Mao als ausgewiesener Experte meint, dass die aktuelle Entwicklung nicht unbedingt bedeutet, dass sich die Miner komplett zurückziehen. Wenn die Hashrate in der BTC-Blockchain sinke, erleichtere sich mit einer Zeitverzögerung von etwa 14 Tagen wiederum das Schürfen von Bitcoins. „Nach der Welle von ausgeschalteten Rechnern könnt es sein, dass sich die Spieler eines besseren Lebens erfreuen, die sich für das Weitermachen entschieden haben“, sagt Mao. Seine Worte müssen allerdings in dem Zusammenhang gesehen werden, dass F2pool die Vermittlung von Mining-Kapazitäten als Geschäftsmodell gewählt hat. Für dich als BTC-Investor ändert sich nichts: Die Blockchain hinter Bitcoin ist stabil.


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