
Google treibt die Entwicklung seiner eigenen Blockchain GCUL voran, der Launch ist für 2026 geplant. Auch andere Projekte wie Base von Coinbase setzen auf Eigenverantwortung anstatt Layer-2 bei Ethereum zu nutzen.
Google macht Ernst mit seinen Blockchain Ambitionen und sieht für seine eigene Lösung GCUL (Google Cloud Universal Ledger) einen Starttermin in 2026 in Sicht. Für GCUL arbeitet Google Hand-in-Hand mit der CME Group, welche in Chicago die weltweit wichtigste Terminbörse betreibt. Das Ziel also ist klar: Die Google Blockhain soll die Börse fit machen für 24/7 Handel mit Derivaten und dabei durch Tempo und niedrige Gebühren punkten. Noch vor zwei, drei Jahren hätten viele Experten gedacht, dass man für solche Herausforderungen auf eine bestehende Layer-2 Lösung bei Ethereum wie Arbitrum (ARB) setzt. Doch das Blatt hat sich gewendet.
Trendsetter war wohl Base von Coinbase, welches im August 2023 live ging. Technologisch gesehen ist Base zwar auch ein Layer-2 bei Ethereum, aber Coinbase hat für seine Blockchain keinen eigen Token generiert wie Arbitrum und Co. dies tun. Der Datendienst L2Beat zeigt die Base Chain auf dem Weg zur Nummer Eins bei den Ethereum Layer-2, wenn es darum geht, wieviel Kapital einer Blockchain anvertraut wird. Base wird längst als eigenes Ökosystem angesehen. Bei GCUL von Google sind durch die Kooperation mit der CME Group Summen zu erwarten, welche bisherige Maßstäbe sprengen.
Auch die Kryptobörse Kraken hat mit INK seine eigene Blockchain als Layer-2 Ende 2024 in Gang gesetzt und verzichtet bisher auf einen eigenen Token. Überall also das gleiche Spiel: Großunternehmen zeigen kaum oder kein Interesse daran mehr, vorhandene Blockchain-Lösungen einzusetzen, sondern bauen sich ihre eigenen Versionen. Ob dabei Dezentralität wirklich gewährleistet ist, scheint nur eine Nebenrolle zu spielen – Hauptsache die Blockchain läuft zuverlässig.
Fazit: Layer-2 mit eigenen Token in Bedrängnis – Google mischt auf
Google geht davon aus, dass die GCUL Blockchain nicht nur von der CME Group genutzt wird, sondern auch andere große Vertreter der Finanzwirtschaft Vertrauen schenken. In der Sparte Layer-2 bei Ethereum setzen Coinbase und Kraken mit Eigenlösungen den Trend. Ungemütlich wird es so für Arbitrum, Starknet (STRK), Optimism (OP) oder ZKSync, die als Ethereum Layer-2 gerne genau solche Kunden gehabt hätten. Du als Anleger solltest Dir diese Entwicklung vor Augen halten, falls Du über Investments in der Sparte Layer-2 nachdenkst. ARB von Arbitrum hinkt seinem Allzeithoch 80 Prozent hinterher, STRK von Starknet ist 96 Prozent hinter seinem Rekordhoch, OP von Optimism 85 Prozent von seinen besten Notierungen entfernt – die Hoffnung auf Erholung scheint begrenzt.
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