Immobilien-Rallye: Stärkster Preisanstieg seit 10 Jahren, Aktien der Wohnungs-Konzerne an DAX-Spitze

Immobilien Aktien zählen zu den großen Krisen-Profiteuren. So erhöhte sich der Preis der Deutsche Wohnen Aktien innerhalb der letzten 6 Monate um bis zu 15,5 Prozent. Kein anderer DAX-Titel verzeichnet einen stärkeren Anstieg, wie aus einer neuen Infografik von Block-Builders.de hervorgeht. Die Erhebung macht deutlich, dass sich Immobilien auch bei einem weiter gefassten Zeithorizont deutlich besser entwickelten, als der wichtigste deutsche Aktienindex.

Der börsennotierte Immobilienkonzern Vonovia legte im Halbjahres-Rückblick um 12,1 Prozent zu. Und dies wohlgemerkt in einem Zeitraum, in dem zahlreiche Unternehmen und Branchen herbe Einbußen erleiden.

Indes zeigt die Grafik, dass die Immobilienpreise in den deutschen Großstädten in den letzten 10 Jahren um rund 126 Prozent angestiegen sind. Im selben Zeitraum kletterte der DAX hingegen um 88 Prozent nach oben. Das vermeintlich konservative Investment in Grund und Boden zahlte sich in der Vergangenheit aus.

Immobilien Aktien unter dem Radar?

Obgleich die Wertpapiere von Deutsche Wohnen, Vonovia & Co. zu den absoluten Krisengewinnern zählen, rangiert die Nachfrage nach „Immobilien Aktien“ auf Google lediglich auf einem moderaten Niveau. Der Google-Trend-Score, der das relative Suchvolumen angibt, beläuft sich dieser Tage auf 41. Der Maximalwert von 100 steht wiederum für die größte Nachfrage. Deutsche scheinen nicht vordergründig in Immobilien Aktien investieren zu wollen. Auch die Eigentumsquote hält einem internationalen Vergleich nicht stand.

Die Eigentumsquote in der Bundesrepublik beträgt gemäß einer „Statista„-Erhebung 51,5 Prozent. Am höchsten ist sie europaweit in Rumänien. Dort wohnen 96,4 Prozent der Bürger in Eigentumswohnungen oder Häusern. Auch in zahlreichen Mittelmeer-Staaten wie Spanien (76,3 Prozent), Portugal (74,5 Prozent) und Italien (72,4 Prozent) ist die Eigentumsquote bedeutend höher, als in Deutschland.

Unterdessen geht aus einer Erhebung von „Credit Suisse“ hervor, dass das Durchschnittsvermögen in der Bundesrepublik ebenfalls vergleichsweise gering ist. Im EU-Vergleich rangieren die Deutschen auf dem 11. Rang. Ein Grund hierfür könnte, so die Einschätzung zahlreicher Experten, die niedrige Immobilienbesitz-Quote sein.

Immobilien-Rallye wegen Corona-Krise

Zwar stiegen die deutschen Immobilienpreise innerhalb der letzten Dekade fortan. Allerdings kletterten die Preise nie stärker, als vom Jahr 2019 auf das Jahr 2020. In Summe erwies sich ein Investment in Immobilien als überaus lukrativ – und in der nahen Vergangenheit mehr denn je.

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