IOTA-Stiftung: Vorstandsmitglied Ralf Rottmann tritt zurück

Personalwechsel bei IOTA: Das deutsche Vorstandsmitglied Ralf Rottmann zieht sich aus dem Vorstand der IOTA-Stiftung zurück. Als Grund für den überraschenden Schritt nannte der Entrepreneur persönliche Gründe und den Wunsch, sich auf sein Unternehmen Grandcentrix zu konzentrieren. Ein Nachfolger von Rottmann steht noch nicht fest.

Mit Ralf Rottmann verliert die IOTA-Stiftung ein deutsches Gesicht. In einer kurzen Mitteilung erklärte Rottmann überraschend, sich mit sofortiger Wirkung aus dem Vorstand zurückzuziehen. Der Vorstand der IOTA-Stiftung lenkt die strategischen Entwicklung des Netzwerks und hat damit auch Einfluss auf die dazugehörige Kryptowährung IOTA. Rottmann nannte die Demenzerkrankung seines Vaters als eine Ursache für die Entscheidung und sein eigentliches aktuelles Unternehmen Grandcentrix. Rottmann war im März 2018 in den Vorstand bei IOTA eingetreten und wollte sich dort insbesondere bei der Organisation moderner Strukturen einbringen.

Hintergrund zur IOTA-Stiftung und Rottmann

Ralf Rottmann

Die IOTA-Stftung wurde im November 2017 gegründet und gilt als erste Stiftung in Deutschland, die eng mit einer Kryptowährung zusammenhängt. Sie finanziert sich Erlösen des ursprünglichen Starts von IOTA und Spenden. Die Stiftung mit Sitz in Berlin ist als gemeinnützig anerkannt. Während der Vorstand die aktuellen Geschäfte führt, wacht der Aufsichtsrat darüber. Dazu gibt es ein Beratergremium. Der Vorstand, dem Rotmman bislang angehörte und dessen Mitglieder eigentlich auf Lebenszeit berufen werden, besteht nun aktuell noch aus vier Mitgliedern, den IOTA-Gründern David Sønstebø, Sergey Ivancheglo, Dominik Schiener und Serguei Popov. Ob es hinter den Kulissen Probleme zwischen Rottmann als Neuzugang und den IOTA-Gründern kam, ist offen. In der Vergangenheit zumindest war über Meinungsverschiedenheiten berichtet worden. Auch die im Endeffekt kurze Amtszeit von Rottmann deutet daraufhin, dass nicht alles wie geplant gelaufen war. Rottmann immerhin bedankte sich für eine „unglaubliche, chaotische, inspirierende und manchmal auch belastende Zeit“. Er hoffe, die Vergangenheit erweise sich als Epilog. Mit seiner Firma Grandcentrix arbeitet Rottmann an Lösungen im Bereich Inneren der Ding (IoT) mit Schwerpunkt auf Smart Homes. Überraschend kommt der Schritt nicht, in den letzten 2 Monaten war bereits wenig von Ralf Rottmann im Zusammenhang mit IOTA zu hören.

Wie geht es weiter mit der IOTA-Stiftung?

Interessant wird sein, wer auf Rottmann nachfolgt und ob überhaupt jemand nachfolgt. Der Vorstand spielt bei IOTA in der Außenkommunikation eine entscheidende Rolle. Ein deutsches Vorstandsmitglied wäre durch den Sitz der Stiftung eigentlich eine logische Konsequenz. Aber auch ohne Ralf Rottmann wird die Entwicklung bei IOTA wie gewohnt weitergehen.


 

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