IOTA will Koordinator durch Komitee ersetzen – Schritt Richtung Dezentralisierung

IOTA plant einen Zwischenschritt auf dem Weg zu einem dezentralen Netzwerk. Dabei soll der bisherige zentrale Koordinator durch ein zehnsitziges Komitee ersetzt werden. Ein Zeitplan für die IOTA Reform steht aber aus.

IOTA hat per Blogpost ein technologisch großes Update für sein Tanglenet angekündigt. Hinter dem Titel „Validator Commitee“ versteckt sich die Idee, den ungeliebten zentralen Koordinator im Netzwerk abzuschaffen und stattdessen ein Komitee einzusetzen, welches aus zehn Mitglieder besteht. Mit diesem Plan verbindet IOTA „einen Sprung Richtung Dezentralisierung und verbesserte Uptime“. IOTA Stiftungschef Dominik Schiener sieht das Vorhaben auf X (früher Twitter) als Antwort auf die Kritik an dem Koordinator.

Dazu muss man wissen: Seit mittlerweile sieben Jahren arbeitet IOTA unter dem Arbeitstitel „Coordicide“ daran, den Koordinator abzuschalten, der unter Kontrolle der Stiftung steht. Denn ein zentraler Koordinator widerspricht dem Prinzip von Blockchains, in sich geschlossene System darzustellen, in welchen durch Konsensmechanismen darüber entschieden wird, ob eine Transaktion gültig geschrieben wird oder nicht. Fällt der Koordinator bei IOTA aus, ist das Netzwerk nicht funktionsfähig. Zudem könnte die IOTA Stiftung über den Koordinator Transaktionen blockieren oder zurückdrehen. Solche Optionen provozieren Großteile der Kryptoszene, weil sie die Unabhängigkeit des IOTA Netzwerks infrage stellen.

Nun also will die IOTA Stiftung mit einer Art „Coordicide light“ erstmals in seiner Geschichte externe Partner für die Validierung von Transaktionen einbinden. Das „Validator Commitee“ soll zehn Mitglieder haben. Man habe in den vergangenen Monaten mehrere Universitäten und Institutionen eingeladen, dem Komitee beizutreten, heißt es. Die IOTA Stiftung selbst werde nur einen der zehn Plätze besetzen. Das Komitee soll entscheidungsfähig sein, wenn mindestens 7 der 10 Mitglieder online sind. Damit könne es auch dann arbeiten, wenn der Node der IOTA Stiftung ausfalle, wird in dem Blogbeitrag betont.

In den sozialen Netzwerken wird der Plan grundsätzlich begrüßt. Allerdings bemängeln Kommentatoren auch, dass die IOTA Stiftung mit der Vorstellung des „Validator Commitee“ keinen Zeitplan geliefert hat. Angekündigt ist, dass das Komitee seine Arbeit dann aufnimmt, wenn das Upgrade Stardust bei IOTA eingespielt wird. Auch hierfür wird kein Zieldatum genannt.

Fazit: Hoffnungen auf ein IOTA 2.0 wachsen

Die Preiskurve von IOTA reagierte auf die angekündigte Reform in Sachen Koordinator mit einem Tagesminus von rund 3 Prozent. Anleger dürften sich daran stören, dass das „Validator Commitee“ immer noch keine echte Dezentralisierung für IOTA bedeutet und eben ein Zeitplan fehlt. Das große Ziel eines IOTA 2.0 ohne Koordinator und ohne Komitee rückt bisher allenfalls theoretisch näher, denn es wird weitere Entwicklungsarbeit brauchen. Aber immerhin: Durch das „Validator Commitee“ würde das IOTA Netzwerk seine Abhängigkeit von der Stiftung abstreifen.


3 Kommentare

  1. Zeitplan …

    Sicherheit ist in der Blockchain-Welt das A und O. Shimmers akribische Vorgehensweise bei der Identifizierung und Behebung kritischer Fehler sorgt für ein Höchstmaß an Vertrauen in die Plattform.

    Um die Platzierung von Meilensteinen zu bestimmen, verwendet das Validator Committee einen Byzantine Fault Tolerant (BFT) Konsensmechanismus außerhalb der Kette. Im Gegensatz zum bisherigen Einzelkoordinator arbeiten mehrere Prüfer zusammen, um die Eltern vorzuschlagen, die in jedem Meilenstein referenziert werden sollen. Dieser dezentralisierte Konsens stellt sicher, dass keine einzelne Instanz den Kurs des Netzwerks diktiert und fördert das Vertrauen und die Transparenz unter den Teilnehmern.

    Dieser konsequente Fokus auf Sicherheit schafft die Voraussetzungen für einen reibungslosen und sicheren Start des EVM und gibt den Nutzern das Vertrauen, auf der Plattform zu handeln und zu interagieren.

  2. Passt.

    Vor allem kommt dieses Konzept MiCA entgegen und es können sehr schnell „EU taugliche“ Lösungen etabliert werden.
    Hoffentlich passt die Performance. Ebenso wichtig wird die Entwicklungsumgebung sein, bin gespannt.

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