KI-Studie: wie sich deutsche Unternehmen positionieren und Anleger profitieren

Der Hype um das Thema Künstliche Intelligenz (KI) hält an. Im öffentlichen Diskurs ist es spätestens seit der Veröffentlichung des Chatbots ChatGPT nicht mehr wegzudenken – Unternehmen rund um den Globus beschäftigen sich indes schon deutlich länger damit, wie aus einer neuen Infografik von Block-Builders.de hervorgeht.

Deutlich wird dies beispielsweise bei einem Blick auf Erwähnungen des Begriffes in Veröffentlichungen von großen Konzernen. Konkret: noch im Jahr 2016 wurde “Artificial Intelligence” (englisch für KI) 370 Mal von S&P 500 Unternehmen erwähnt. Im Jahr 2022 waren es mit 1.020 bereits 176 Prozent mehr. Es ist stark davon auszugehen, dass der Wert in diesem Jahr sprunghaft ansteigt.

Wie die Infografik aufzeigt, geben 76 Prozent der Führungskräfte und Verantwortlichen an, die KI-Investitionen in diesem Jahr deutlich zu erhöhen. In Deutschland sind es 70 Prozent. Doch länderübergreifend gilt, dass sich die Entscheidungsträger der Wichtigkeit der Technologie bewusst sind, und KI-Lösungen für wichtig oder gar sehr wichtig halten.

Branchenübergreifend werden künstliche Intelligenzen bereits in Unternehmen eingesetzt – so beispielsweise im produzierenden Gewerbe. Dabei gibt es je nach Unternehmensgröße eine Varianz. Bei Betrieben mit weniger als 50 Beschäftigten setzen 12,7 Prozent schon auf KI-Lösungen, wohingegen der Anteil bei Konzernen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern bereits bei knapp 50 Prozent liegt. Weitere 37,6 Prozent planen unterdessen die Anwendung.

Wenig verwunderlich, möchten viele Anleger von dem Trend profitieren. Ein Blick auf die Performance zahlreicher Indizes verdeutlicht: durchaus mit Erfolg. So kletterte der Xtrackers Artificial Intelligence and Big Data UCITS ETF binnen der letzten 3 Jahre beispielsweise um 59,3 Prozent nach oben. Im selben Zeitraum legte der DAX 24,5 Prozent zu. Allerdings gilt bei der Investitionsentscheidung zu berücksichtigen, dass Wetten auf einzelne Branchen durchaus riskant sein können. Wie eine aktuelle Erhebung aufzeigt, schnitten Multi-Themen-Fonds in den vergangenen Jahren im Durchschnitt deutlich schlechter ab, als der deutlich breiter gestreute Weltaktienindex MSCI World.

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