Litecoin (LTC): Fake-News zu Kooperation mit Walmart provoziert Preiskapriolen

Am Montagnachmittag ist die Preiskurve von Litecoin (LTC) plötzlich um mehr als 30 Prozent ins Plus gesprungen. Doch die Meldung einer Kooperation mit Einzelhandel-Gigant Walmart war Fake.

Zu schön, um wahr zu sein: Am gestrigen Nachmittag machte auf einmal die Meldung die Runde, Walmart werde im Rahmen einer Partnerschaft Litecoin (LTC) als Zahlungsmittel akzeptieren. Für diverse Krypto-Plattformen waren das „Breaking News“ und selbst die Nachrichtenagentur Reuters verbreitete die Nachricht an ihre Kunden. Der Preis von Litecoin schoss innerhalb einer Stunde von knapp 180 US-Dollar auf über 230 US-Dollar. Eigentlich klar, denn für LTC als Altcoin mit Fokus auf den Einsatz als Zahlungsmittel wäre eine Kooperation mit Walmart (über 500 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz) eine große Sache. Der Haken: Die Medien waren durchweg auf eine Pressemitteilung hereingefallen, die weder von Walmart noch der Litecoin Stiftung stammte.

Es dauerte so rund zwei Stunden, bis die Fake News wieder eingefangen waren. Reuters korrigierte seine Berichterstattung, Walmart dementierte entschieden und auch die Litecoin Stiftung veröffentliche eine Richtigstellung. So fiel der Preis von LTC genauso schnell wie er zuvor gestiegen war, aktuell hat sich Litecoin wieder bei knapp 180 US-Dollar eingependelt.

Fake News zu Litecoin und Walmart – was war passiert

Schnell verbreiten konnte sich die gefälschte Pressemitteilung, weil sie über GlobalNewswire ausgesendet wurde. Dieser Dienstleister schickt Pressemitteilungen von Unternehmen und Organisationen an Redaktionen weltweit. Diese verlassen sich im Regelfall darauf, dass GlobalNewswire den Urheber der Pressemitteilungen kennt. Nach bisherigen Informationen wurde im Fall Walmart und Litecoin schon vor Wochen anonym eine Webseite mit E-Mail-Adresse angelegt, die vorgaukelte, zum Walmart Imperium zu gehören. So wurde die PR-Meldung bei GlobalNewswire wohl blind durchgewinkt. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben jetzt Anzeige gestellt und will seine internen Abläufe überprüfen. Auch die Litecon Stiftung, die kurz selbst von dem positiven Coup mit Walmart ausging, verspricht Besserung.

Fazit: Litecoin im Rampenlicht

Zumindest bei globalen Nachrichtenagenturen wie Reuters gilt eigentlich eisern das Prinzip, für Nachrichten möglichst zwei Quellen zu finden und bei Ungereimtheiten Qualität vor Tempo zu stellen. Daher ist bei der Meldung zu Walmart und Litecoin bei Reuters intern mächtig etwas schief gelaufen. Auch GlobalNewswire hat sich nicht mit Ruhm bekleckert. Litecoin, Walmart und Tageshändler sind wohl die Opfer, sie haben im Rahmen ihrer Möglichkeiten schnell reagiert. Ob die Hintermänner der Fake News gefunden werden und ob sie den Preissprung durch Spekulationsgeschäfte zu Geld machen konnten, ist keinesfalls sicher. Eines aber verdeutlicht der Vorfall ganz bestimmt: Die Kryptoszene lechzt danach, dass Bitcoin und Co. von Großunternehmen als Zahlungsmittel akzeptiert werden. Genau diese Erwartungshaltung wurde durch die gefälschte Pressemitteilung erfüllt und rückte Litecoin für den Moment auf die ganz große Bühne.


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