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Ripple hat eine strategische Partnerschaft mit BDACS geschlossen, einem FinTech aus Südkorea mit Fokus auf Digitalwerte und institutionelle Kunden. Davon sollen auch die beiden Ripple Altcoins XRP und RLUSD profitieren.
Seit einem halben Jahr bewirbt Ripple die Custody Abteilung, welche sich umsichere Aufbewahrung von Digitalwerten wie XRP und RLUSD kümmert. Gerade erst machte die Nachricht die Runde, dass die deutsche Investmentbank DekaBank auf Ripple Custody setzt, um die Krypto-Sparte auszubauen. Nun hat Ripple auch in Südkorea mit BDACS einen strategischen Partner gefunden. Per Pressemitteilung verweisen BDACS und Ripple auf Synergien, welche daraus entstehen sollen.
Konkret wird BDACS zunächst Ripple Custody für die Verwahrung von XRP und RLUSD nutzen, weitere Kryptowährungen und Digitalwerte könnten folgen. Als Pluspunkt wird die Sonderzone Busan genannt, eine Art Sandbox für Blockchain-Wirtschaft in Südkorea. Verwiesen wird weiter auf Prognosen, demnach schon Ende des Jahrzehnts 16 Billionen US-Dollar in Kryptowährungen und tokenisierten Vermögenswerten professionelle Verwahrung brauchen werden. BDACS mit Hauptsitz in der Busan-Zone wurde 2022 gegründet und erhielt im letzten September eine Lizenz der südkoreanischen Finanzaufsicht, welche die Verwahrung von XRP, RLUSD und Co. erlaubt. Geschäftszahlen nennt BDACS nicht.
Ripple hatte schon in der Vergangenheit mehrfach die Fühler nach Südkorea ausgestreckt, im Februar 2020 beispielsweise wurden gleich drei Kooperationspartner präsentiert. Mittlerweile aber hat Ripple sein Profil geschärft, der im Dezember gestartete Stablecoin RLUSD soll neue Nutzer anlocken und als digitales Abbild des US-Dollars vielfältige Anwendungsfälle erschließen. Der Erfolg von RLUSD ist bislang überschaubar, die Marktkapitalisierung hat nach Ripple Angaben erst gut 120 Millionen US-Dollar erreicht. XRP wiederum hat durch den Wahlsieg von Donald Trump mächtig Rückenwind und ein bemerkenswertes Comeback erlebt.
Fazit: Ripple und BDACS in Südkorea – Türöffner gefunden?
BDACS kooperiert bereits mit Avalanche (AVAX), Polymesh und anderen Vertretern der Kryptoindustrie, Ripple ist hier also nicht exklusiv gesetzt. Es wird abzuwarten bleiben, ob es BDACS gelingt, XRP und RLUSD institutionellen Kunden in Südkorea näher zu bringen. Ripple arbeitet daran, sein XRPL Netzwerk um Features zu erweitern, welche der Finanzwirtschaft entgegenkommen. Partnerschaften wie nun mit BDACS für Ripple Custody richten sich dementsprechend nicht an Privatkunden, sondern zielen auf B2B. Hier zeichnet sich scharfe Konkurrenz ab, denn Blockchain-Lösungen und Tokenisierung versprechen mit Blick auf die traditionelle Finanzwirtschaft großes Wachstumspotential nicht nur für Ripple, XRP und RLUSD.
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