Ripple Vorstand Monica Long hat bekräftigt, dass das Krypto-Unternehmen derzeit nicht an die Börse strebt. Das werde auch von Großinvestoren akzeptiert. XRP sieht Long neben RLUSD im Zentrum der Ripple Strategie.
Seit Jahren wird über einen Börsengang von Ripple spekuliert, CEO Brad Garlinghouse schien 2020 kurz vor einer solchen Entscheidung. Das Krypto-Unternehmen ist für seinen Altcoin XRP bekannt und hat im vergangenen Jahr seinen Wandel zu einem Finanzdienstleister vorangetrieben. Eine 500 Millionen US-Dollar schwere Finanzierungsrunde von Ripple im November 2025 sorgte dafür, dass die Börsenpläne wieder aufflammten. Doch Vorstand Monica Long stellte nun im Bloomberg Interview klar: Ripple bleibt bis auf weiteres „privat“, man sehe seine nähere Zukunft nicht an der Börse.
Ripple hat Investoren bei Finanzierungsrunde 2025 Zugeständnisse gemacht
Als einen Grund dafür nannte Long, dass Ripple sich in einer „sehr gesunden (finanziellen) Position“ befinde und deshalb den Wachstum des Unternehmens aus eigener Kraft finanzieren könne. Diese Taktik werde auch von den Großinvestoren wie Citadel Securities und Fortress Investment Group akzeptiert, die sich an der Finanzierungsrunde im November beteiligten. Dort wurde eine Ripple Bewertung von 40 Milliarden US-Dollar als Basis angesetzt. Long bestätigte nun indirekt, dass Ripple den Investoren zugesichert habe, deren Anteile unter bestimmten Umständen zu einem garantierten Preis zurückzukaufen. Doch unter dem Strich sei der Deal „sehr positiv, sehr vorteilhaft für Ripple“, so Long.
Die Ripple Kryptowährung XRP hat ein durchwachsenes Kryptojahr 2025 hinter sich. Skeptiker sehen für XRP kaum Anwendungsfälle und mit dem Ripple Stablecoin RLUSD nun seit gut einem Jahr Konkurrenz im eigenen Haus. Long hingegen verweist auf XRP und RLUSD als Duo, welches den Mittelpunkt bei der Ripple Strategie bilde, die traditionelle Finanzindustrie mit der Blockchain, Kryptowährungen und Stablecoins zu verbinden.
Fazit: Ripple bleibt privates Unternehmen – XRP Klotz am Bein?
Bei einem Börsengang käme Ripple in die Verlegenheit, erklären zu müssen, wie man die rund 40 Milliarden XRP mit einem aktuellen Marktwert von gut 80 Milliarden US-Dollar bilanziert, welche noch unter Kontrolle des Unternehmens stehen. Dies könnte ein Argument dafür sein, nichts an der generellen Struktur von Ripple zu ändern, meinen Beobachter. XRP selbst behauptet sich in einem nervösen Krypto-Gesamtmarkt mit einem Wochenplus von 14 Prozent und Notierungen über 2 US-Dollar auffällig souverän. Einen kleinen Rückschlag mussten allerdings die XRP ETFs hinnehmen, welche Mitte November ihr Debüt feierten. Erstmals seitdem konnten die XRP ETFs gestern kein Kapital anziehen, wie SoSo Daten zeigen. Damit riss die Serie der XRP ETFs von mehr als 30 Börsentagen mit kontinuierlichem Kapitalzufluss, der sich auf nun 1,2 Milliarden US-Dollar summierte. Ripple begrüßt die XRP ETFs als Ausdruck von breitem Investoren-Interesse an dem Altcoin.

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