Ripple (XRP): Stimmung unter Whales positiv – massive Nachkäufe

Großinvestoren bei Ripple (XRP) lassen sich offenbar nicht vom laufenden Prozess der US-Börsenaufsicht SEC abschrecken und kaufen den umstrittenen Altcoin nach. Auch steigendes Handelsvolumen stimmt positiv.

Über das mit harten Bandagen ausgetragene Duell zwischen Ripple (XRP) und der US-Börsenaufsicht SEC ist derzeit wenig zu hören. Doch XRP scheint aktuell wieder ins Visier von Whales zu kommen, der Datendienst Whale Alert meldet per Twitter vermehrt Ankäufe von XRP in Größenordnungen von jeweils mehr als 10 Millionen US-Dollar. Allein am gestrigen Dienstag flossen so für mindestens 73 Millionen US-Dollar XRP in die Wallets von Großinvestoren und der Trend setzt sich fort. Seit Mitternacht etwa sind bei Whale Alerts bereits wieder XRP Ankäufe für mindestens 75 Millionen US-Dollar registriert.

Der Preiskurve von XRP helfen diese Käufe allerdings kaum, der Altcoin notiert seitwärts bei um 0,35 US-Dollar und konnte sich den allgemeinen Verlusten am Kryptomarkt im August nicht widersetzen. Analysten von Santiment haben allerdings in einem Report den Indikator NVT (Network Value to Transactions) als positives Signal für XRP ausgemacht. NVT misst, in welchem Verhältnis die Marktkapitalisierung einer Kryptowährung zu täglichen Volumen von Transaktionen steht. Hier seien Signale für einen Bullenmarkt bei XRP zu entdecken, meint Santiment und beurteilt so kurzfristige Chancen für Ripple besser als bei Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH).

Einig aber bleibt sich die Fachwelt darin, dass sich das mittel- und langfristige Schicksal von Ripple und XRP an der Auseinandersetzung mit der SEC entscheidet. Die Börsenaufsicht will beweisen, dass XRP als Wertpapier (Securities) zu betrachten sei und Ripple seine Kryptowährung deshalb 2013/4 illegal auf den Markt gebracht habe. Ripple hingegen ist überzeugt, dass XRP nicht unter die Aufsicht der SEC falle und wie Bitcoin und Ethereum als dezentralisierte Kryptowährung unabhängig sei.

Fazit: XRP mit positiven Zeichen – aber Zukunft bleibt unsicher

Prozessbeobachter haben für Ripple in 2022 einige Etappensiege gezählt, dabei zählt die mittlerweile berühmte „Hinman-Rede“ eine zentrale Rolle. Manche XRP Befürworter halten auch weiterhin eine außergerichtliche Einigung zwischen SEC und Ripple für möglich, um den belastenden Prozess zu Ende zu bringen. Ob die jetzigen Käufe von Whales auf kurzfristige Gewinne schielen oder darauf bauen, dass Ripple und XRP nach einem positiven Abschluss des Verfahrens durchstarten, lässt sich kaum einschätzen. So bleibt XRP unter den zehn kapitalstärksten Kryptowährungen der Welt ein Wackelkandidat.


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