Bitcoin (BTC) kämpft um Marke von 21.000 US-Dollar – Das sind die Gründe

Bitcoin ist seit vier Tagen auf Stände um 21.000 US-Dollar zurückgefallen und kann die Marke nicht durchgehend verteidigen. Noch vor zwei Wochen präsentierte sich BTC wesentlich optimistischer. Warum kippte der Trend?

Der Blick auf die Kryptocharts gibt aktuell wenig Grund zur Freude. An breiter Front dominieren rote Zahlen, die Leitwährung Bitcoin (BTC) hat zum 19. August hin mehr deutlich mehr als 10 Prozent an Wert verloren und notiert seitdem kippelig bei um 21.000 US-Dollar. Auch die Marktkapitalisierung des Kryptogesamtmarkts hält sich nur unsicher und knapp über der psychologisch wichtigen Marke von 1 Billion US-Dollar. Dabei hatten US-Wirtschaftsdaten Anfang August noch Optimismus verbreitet und Bitcoin, Ethereum (ETH) und Co. zu kurzen Rallyes verholfen. Fachleute nennen drei Hauptgründe, warum die Kurse noch weiter fallen könnten:

1. In den USA hat der Energieausschuss des Repräsentantenhauses „tiefe Besorgnis“ darüber ausgedrückt, dass Bitcoin Miner und Miner von Altcoins mit Proof-of-Work (PoW) als Protokoll die Energiemärkte belasten könnten. Tatsächlich ist der Energieverbrauch von Bitcoin in den letzten zwei Jahren immer häufiger in die Kritik geraten, obwohl das Thema eine detaillierte Betrachtung verdient. Jetzt wollen die Parlamentarier von Bitcoin Minern darüber informiert werden, wie es mit Energiebilanzen und Kosten aussieht. Daraus könnten sich neue Initiativen zur Regulierung von Bitcoin und anderen PoW-Kryptowährungen entwickeln, befürchten Investoren.

2. Der Handel mit Bitcoin Futures und verwandten Derivaten ist vom jüngsten Preisverfall anscheinend kalt erwischt worden. Positionen von Anlegern, die auf Zugewinne in den Preiskurven gesetzt haben, wurden en Gros liquidiert oder zur Auflösung gezwungen. Der Markt für Bitcoin Futures wird oft als Indikator für die Kryptobranche interpretiert und hier wird nun offenbar ein Bärenmarkt als wahrscheinlicher angesehen als schnelle Erholung.

3. Auch der Verweis auf typische hohe Volatilität bei den Preiskurven von Bitcoin und seinen Verwandten überzeugt die risikobereiten Anleger derzeit nicht mehr. Die Raten für Margin Trading sind hochgeschossen und halten so Bullen vom Markt fern.

Dazu kommt: Der positive Effekt, den das bevorstehende historische Upgrade „The Merge“ bei Ethereum (ETH) begleiten sollte, scheint schon aufgebraucht. Ethereum, die Nummer Zwei unter den globalen Kryptowährungen, ist vom jüngsten Preisverfall sogar etwa stärker getroffen als Bitcoin und so kann auch ETH keine positiven Impulse mehr setzen.

Fazit: Drohen Bitcoin und Co. weitere Abverkäufe?

Kurzfristiger Optimismus ist in der Kryptobranche derzeit Mangelware, die Situation der Bitcoin Miner verbreitet schon seit Monaten Warnsignale. Auch bei Ethereum spricht sich immer mehr herum, dass „The Merge“ bei aller historischer Bedeutung auf den Alltag von Ethereum zunächst wenig Auswirkungen haben wird. So mögen sich zwar einzelne Altcoins aus individuellen Gründen gegen den Trend stemmen können – aber die Lokomotiven Bitcoin und Ethereum stecken in einem Tief, dessen Ende vielleicht noch nicht erreicht ist.


Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*