Ripple: XRP Verkäufe von Mitgründer McCaleb enden – Was macht die SEC?

Bei Ripple dürfte am kommenden Wochenende das Thema der Verkäufe von XRP durch Mitgründer Jed McCaleb zum Abschluss kommen. Doch weiterhin schwebt der Prozess mit der US-Börsenaufsicht SEC über XRP.

Anleger in Ripple schauen seit Ende 2020 nervös darauf, wie sich das von der US-Börsenaufsicht SEC angestrengte Verfahren wegen XRP entwickelt. Nach wie vor droht eine Einstufung von XRP als Securities (Wertpapiere) unter US-Recht und damit wohl ein Verkaufsverbot. An einer anderen Flanke von Ripple aber nähert sich ein Schlussstrich. Mitgründer Jed MCaleb hat von einst etwa 9 Milliarden XRP Abfindung nur noch knapp 18 Millionen in seiner Wallet und es ist zu erwarten, dass er sie beim bisherigen Verkaufstempo an diesem Samstag vollständig abgestoßen hat. Die jahrelangen massiven XRP Verkaufe von Jed McCaleb hatten immer wieder zu Spekulationen darüber eingeladen, ob sie die Preiskurve von XRP beeinflussen können.

In der Kryptoszene gesellt sich die Frage dazu, warum McCaleb nicht ins Visier der SEC geraten ist. Immerhin müssen sich für Ripple auch CEO Brad Garlinghouse und Mitgründer Christian Larsen persönlich vor Gericht verantworten. Auf Twitter glauben Kommentatoren, dass die SEC McCaleb zugutehält, dass dieser keinen direkten Einfluss mehr auf das Netzwerk von Ripple hatte und seine XRP deshalb nicht als Firmenanteile gewertet werden können. Andere meinen, dass McCaleb noch nicht aus dem Schneider ist und nach einer Verurteilung von Ripple durch die SEC verklagt werden könnte.

Auch abseits des prominenten Einzelfalls McCaleb ist man weiterhin sehr nervös, wie das Mammutverfahren SEC gegen Ripple endet. Falls die SEC Recht erhält und XRP als Securities zu sehen sind, könnten weiter Verfahren gegen andere Altcoins folgen. Krypto-Befürworter hoffen deshalb darauf, dass die US-Politik endlich klare Richtlinien für die Regulierung von Bitcoin und Co. beschließt. Ripple selbst hat seinen Prozess mehrfach als eine Art „Nagelprobe für die Kryptoindustrie“ bezeichnet und vor weitgehenden Folgen gewarnt.

Fazit: Drahtseilakt für Ripple und XRP

Zu anderen Zeiten hätte die Nachricht vom Ende der XRP Verkäufe durch Jed McCaleb Ripple wohl positive Impulse verliehen – doch aktuell ist dies in der Preiskurve nicht abzulesen. Der nervöse Gesamtmarkt und die ungeklärte Zukunft von Ripple (XRP) lassen das Preisniveau bei um 0,31 US-Dollar verharren und Erholung ist nicht in Sicht. Aber die Tatsache, dass XRP mit einer Marktkapitalisierung von gut 15 Milliarden US-Dollar Platz 7 unter den wichtigsten Kryptowährungen einnimmt, zeigt: Was mit Ripple passiert, hat stets das Potenzial, auch auf andere Altcoins abzufärben.


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