Sam Bankman-Fried – der FTX Großspender unter den Krypto-Milliardären

Sam Bankman-Fried ist Chef der Kryptobörse FTX und spätestens mit der Aufnahme in die prestigeträchtige Forbes-Liste der 30 wichtigsten Innovatoren jünger als 30 breiter bekannt geworden. Zeit für ein Porträt.

In der Kryptoszene gibt es Figuren wie den schillernden Justin Sun hinter Tron (TRX), das schüchterne Genie Vitalik Buterin hinter Ethereum (ETH) oder den notorischen Lügner Craig Wright. Viele der Pioniere sind immer noch jung, aber bereits schwerreich. Das Vermögen von Sam Bankman-Fried wird auf mindestens 10 Milliarden US-Dollar geschätzt und der 28-Jährige widerspricht diesem nicht. In der Kryptobranche ist Sam Bankman-Fried als Gründer und CEO der Kryptobörse FTX bekannt, auch den Krypto-Vermögensverwalter Alameda Research hob er aus der Taufe. Seit Bankman-Fried es jetzt in die Forbes 30 Under 30 schaffte – eine viel beachtete Liste junger Erfolgspersonen -, richten sich auch Augen von außerhalb der Kryptoszene auf den Lockenkopf. Staunend merken sie dann: Mit dem Klischee von irre teuren Sportwagen, Partys und Champagner sowie anderen Symbolen von Neureichen hat Sam Bankman-Fried nichts am Hut.

Den wohl deutlichsten Beweis für den etwas anderen Umgang mit schnell verdientem Geld liefert die FTX Stiftung. Hier setzte Bankman-Fried ein Zeichen und verfügte, dass 1 Prozent aller bei FTX eingenommen Gebühren in die gemeinnützige Stiftung fließen. Zudem werden freiwillige Spenden von FTX aufgestockt. Schon mehr als 2,3 Millionen US-Dollar sind so in wenigen Wochen zusammengekommen und werden an ausgewählte Hilfsprojekt weitergereicht. Wer bei der der FTX Stiftung spendet, darf mitbestimmen, für welche karitativen Zwecke das Kapital eingesetzt wird. Dieses Beispiel verdeutlicht, wie sich Bankman-Fried eine besser Welt vorstellt.

Bankman-Fried: Stilles Engagement seit Studienzeiten

Derzeit residiert Bankman-Fried in Hongkong und Interviews zufolge schläft der Workaholic im Büro – wenn er überhaupt schläft. Ihn treibt das Geschäft an, unaufhörlich, rund um die Uhr. Aber man muss auch wissen: Bankman-Fried ist der Sohn zweier Standford-Professoren und er erzählt selbst, schon zu Studienzeiten Massachusetts das Konzept des „Effektiven Altruismus“ für sich entdeckt zu haben.

Bei dieser noch jungen Bewegung geht es darum, Zeit und Geld als begrenzt zu erkennen und daraus folgend diese Ressourcen möglichst effizient und logisch für gesellschaftliche Verbesserungen einzubringen. Bei den US-Präsidentschaftswahlen spendete Bankman-Fried 5,2 Millionen US-Dollar an den Demokraten Joe Biden – und machte gleichzeitig gute Einnahmen aus Gebühren für Wettgeschäfte auf den Ausgang der Wahl bei seiner Plattform FTX. So bringt Bankman-Fried Positionen zusammen, die sich eigentlich zu widersprechen scheinen.

Vor diesem Hintergrund erschließt sich auch das vehemente Werben und Eintreten von Bankman-Fried für Dezentralisierte Finanzen (DeFi). In dieser Sparte der Kryptobranche sieht Bankman-Fried weit mehr als eine Geldmaschine – er versteht DeFi zunächst als die dringend notwendige Abkehr von nicht transparenten Finanzmärkten und unnötig teuren Dienstleistern der alten Garde. DeFi ist für Bankman-Fried eine Demokratisierung der Finanzwelt und braucht ihm zufolge dringend mehr technologische Leistungsfähigkeit. Er erwartet Milliarden von DeFi Nutzern in den kommenden Jahren und selbst ein Etherum 2.0 mit künftig einigen zehntausend Transaktionen pro Sekunde kann solche Aufgaben nicht bewältigen. Gerne erzählt er die heute anekdotisch anmutende Erfahrung, wie er vor Jahren erhebliche Gewinne durch privaten Bitcoin Handel durch klassische Banktransfers auf seine Konten überwiesen hat. Tag für Tag stand er demnach stundenlang in Bankfilialen, um händisch Formulare auszufüllen.

Gewinne an sich sind für Bankman-Fried also überhaupt nicht böses, sondern Antriebsfeder. Er hat sich aber zusätzlich auferlegt, einen Gutteil seines Gelds und seiner Zeit für das Gemeinwohl zu reservieren. In der DeFi Sparte sprang er ehrenamtlich bei SushiSwap ein, als der anonyme Gründer sich völlig überraschend zurückzog. Bankman-Fried führte SushiSwap in ruhige Gewässer zurück und gab die Kontrolle dann ebenso selbstverständlich an die Community weiter. Seine eigenes DeFi Projekt heißt Serum (SRM) und ist eng mit Solana (SOL) verbunden – hier sieht Bankman-Fried momentan die Zukunft.

Fazit: Gutes Gewissen mit FTX und Bankman-Fried

Ihr merkt: Bankman-Fried ist Verfechter einer leistungsbezogenen Gesellschaft und ihm geht es keineswegs darum, jemandem die eigene Entscheidungsgewalt über Geld abzusprechen. Was er dem hinzufügt, ist die mögliche Verantwortung, bei besonderen Talenten und entsprechenden Gewinnen ein Stück von Geld und Zeit an die weiterzugeben, die weniger Glück im Leben haben oder in ihren Feldern Gutes bewirken können. Ob er nochmals an Politiker spenden will, weiß er nicht. Derzeit sind die FTX Stiftung und das Vorwärtstreiben von DeFi die Prioritäten von Bankman-Fried, um seinen eigenen Ansprüchen gerecht zu werden. Wer dem Verständnis etwas abgewinnen mag, kann durch FTX als individuell bevorzugte Handelsplattform schon ganz einfach und automatisch die FTX Stiftung unterstützen.


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