Was ist Segwit?

Wer sich mit dem Fachvokabular der Krypto-Szene auskennt, handelt sicherer. Heute erklären wir den Begriff Segwit, der ein wichtiges Upgrade in der Bitcoin Blockchain beschreibt. Segwit macht den Handel mit BTC schneller und sicherer.

Hinter Bitcoin (BTC) steht die zugehörige Blockchain, in der sämtliche Transaktionen verwaltet und dokumentiert werden. Die Blockchain selbst wiederum besteht aus einzelnen Blöcken, Diese Datenblöcke sind bei BTC ursprünglich auf eine Größe von 1 MB begrenzt, was sich aber schnell als beschränkend erwies. Weil ein Block in der Blockchain mehrfach bestätigt werden muss und die Blockgröße die Menge der darin enthaltenen Transaktionen begrenzt, war die Blockchain bei Bitcoin nur in der Lage, rund sieben Transaktionen pro Sekunde zu bestätigen. Zum vergleich Kreditkartenanbieter wickeln mehrere tausend Transaktionen pro Sekunde ab.

Ende 2015 schlug deshalb Entwickler Pieter Wiulle vor, dem Problem mit einem Protokoll Upgrade zu begegnen. Segwit, oft auch als SegWit geschrieben, ist genau dieses Upgrade. Segregated Witness heißt es in der Langform, übersetzt in etwa „Getrennter Beweis“. SegWit verlagert einige Informationen (die Witness Signatur) in den Blöcken in eine Art von Anhängen, die jedem Block angehangen wird. Dadurch erweitert sich die Kapazität eines Blocks auf bis zu 4 MB und ermöglicht es so, mehr Transaktionen als zuvor in einen Block zu packen. Damit wurde eine Lösung gefunden, die Bitcoin Blockchain schneller zu machen, ohne die Integrität zu beschädigen. SegWit ist abwärtskompatibel und wurde am 23. August 2017 in die Bitcoin Blockchain integriert. Schon zuvor, am 10. Mai 2017, wurde Segwit bei Litecoin aktiviert.

Für wen ist SegWit wichtig?

Nicht alle in der Bitcoin-Community haben Segwit positiv betrachtet, manche Beobachter sehen in Segwit sogar den Grund für den Hard Fork bei BTC, der zu Bitcoin Cash (BCH) führte. Als eines der Probleme bei der Vorbereitung von Segwit stellte sich heraus, dass nicht alle großen Anbieter von Wallets das Upgrade befürworteten. Den neben SegWit (Witness Signature wird dem Block außen angehangen) sollte auch die maximale Blockgröße auf 2 MB erhöht werden. Das Update wurde daher auch als SegWit2x bezeichnet. Für viele ging diese Erhöhung aber nicht weit genug, andere wiederum wollten die Original von Satoshi Nakamoto vorgeschlagenen 1 MB behalten.

Letztendlich ist es den einzelnen Anbietern (Wallets, Kryptobörsen etc) selbst überlassen ob sie SegWit nutzen. Anbieter, die auf SegWit setzen, entlasten dabei aber spürbar die Bitcoin Blockchain. Zum Glück verwenden mittlerweile die meisten Anbieter Segwit. Wenn ihr etwas gutes tun wollt solltet ihr darauf achten, dass die Anbieter, die ihr nutzt, auch SegWit unterstützen. Auch wenn SegWit die Skalierbarkeit von Bitcoin leicht verbessert hat, handelt es sich dabei immer noch nicht um die finale Lösung. Denn mehr als maximal 12-15 Transaktionen pro Sekunde sind mit SegWit auch nicht möglich. Das Problem der Skalierbarkeit soll langfristig mit dem Lightning Netzwerk gelöst werden.


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