Trump begnadigt BitMEX-Gründer, darunter Arthur Hayes

In einer überraschenden Entwicklung berichtete CNBC, dass der ehemalige US-Präsident Donald Trump die drei Mitbegründer der Kryptowährungsbörse BitMEX begnadigt hat: Arthur Hayes, Benjamin Delo und Samuel Reed. Diese Nachricht löste innerhalb der Krypto-Community erhebliche Aufmerksamkeit aus, da BitMEX zuvor im Mittelpunkt heftiger juristischer Auseinadersetzungen gestanden hatte.

Arthur Hayes, Benjamin Delo und Samuel Reed waren ursprünglich mit schweren Vorwürfen konfrontiert worden, darunter Geldwäsche und erhebliche Verstöße gegen Vorschriften zur Bekämpfung von Geldwäsche. Staatsanwälte hatten BitMEX vorgeworfen, absichtlich keine ausreichenden Anti-Geldwäsche-Maßnahmen eingeführt zu haben und die Börse als Plattform für illegale Finanzaktivitäten genutzt zu haben. Diese Vorwürfe führten 2022 dazu, dass BitMEX eine Geldstrafe von 100 Millionen US-Dollar zahlen musste, nachdem man sich schuldig bekannt hatte, gegen den Bank Secrecy Act verstoßen zu haben.

Krypto-Begnadigungen mit politischem Kalkül?

Die Begnadigungen durch Trump erfolgten am Donnerstag, wie CNBC am Freitag berichtete, und markieren einen bemerkenswerten Wendepunkt in den juristischen Auseinandersetzungen rund um BitMEX. Schon vor diesen Begnadigungen sorgte Trump in der Kryptobranche für Aufsehen. Bereits zuvor hatte er Ross Ulbricht, Gründer der berüchtigten Online-Plattform Silk Road, begnadigt, der eng mit der frühen Geschichte von Bitcoin verknüpft ist.

Spekulationen über mögliche weitere Begnadigungen prominenter Personen aus der Kryptowelt kursierten ebenfalls bereits länger. Unter anderem gab es Berichte darüber, dass die Familie von Sam Bankman-Fried, dem in Ungnade gefallenen früheren CEO von FTX, sowie Changpeng Zhao, Gründer der Krypto-Börse Binance, eine Begnadigung bei Trump gesucht hätten. Zhao dementierte jedoch schnell jegliche derartige Bemühungen.

Trump und die Kryptoindustrie: Eine wachsende Verbindung

Interessanterweise überschneidet sich die Begnadigung der BitMEX-Mitgründer zeitlich mit der zunehmenden Annäherung von Trump und seinem Umfeld an die Kryptowährungsbranche. Kürzlich wurde sogar bekannt, dass ein von Trump unterstütztes DeFi-Projekt plant, einen an den US-Dollar gekoppelten Stablecoin auf den Markt zu bringen.

Für BitMEX könnte die aktuelle Begnadigung strategisch günstig sein, da laut Berichten die Börse nach potenziellen Käufern sucht und dafür kürzlich die Investmentbank Broadhaven Capital Partners engagiert hat.

Diese Entwicklungen werfen zahlreiche Fragen hinsichtlich der künftigen Rolle von Kryptowährungen in der US-Politik auf und verdeutlichen, wie intensiv die Kryptobranche inzwischen auch im Fokus politischer Entscheidungsprozesse steht.


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