TV-Serie über Krypto-Szene in der Vorbereitung

Serien-Fans dürfen sich freuen: In den USA plant ein Team um Schauspieler und Regisseur Kevin Connolly (Entourage) eine zehnteilige TV-Show zum Thema Krypto-Szene. Angelehnt an wahre Charaktere soll die Serie einen Blick hinter die Kulissen von ICOs und Co. erlauben.

Die Idee lag eigentlich auf der Hand: Wer die Krypto-Szene aufmerksam verfolgt, stößt auf reihenweise interessante Figuren, vom geheimnisvollen Genie Satoshi Nakamoto über fragwürdige Insider wie Julian Hosp hin zu Machern mit chinesischen Namen. In der nach wie vor jungen Welt der Kryptowährungen werden Milliarden bewegt, das Goldfieber zieht allerhand Exzentriker an. Bester Nährstoff für eine TV-Serie also, hat sich ein kleines Team in den USA gedacht. „Crypto“ sei zunächst als Zehnteiler angelegt, stellte der US-Schauspieler und Regisseur Kevin Connolly das Projekt nun bei einer Bitcoin Konferenz in Miami vor. Connolly wurde als Hauptfigur Eric „E“ Murphy in der Serie „Entourage“ bekannt. Entourage beleuchtete in acht Staffeln das Leben von aufstrebenden Schauspielern in Hollywood. Für „Crypto“ ist Connolly als Darsteller und Regisseur verpflichtet. Mit ihm in Miami präsentierten Jason King und Erik Sords als Produzenten das Projekt. Noch ist „Crypto“ nicht finanziert. Man hoffe auf Netflix, Amazon Prime oder andere Plattformen, hieß es.

Die Produzenten-Team hinter „Crypto“ wirft Fragen auf

Während Connolly im Gespräch mit dem Online-Magazin „Breaker“ offen zugibt, nicht viel über Kryptowährungen zu wissen, geben sich die Produzenten Jason King und Erik Sords als Experten aus. King ist Co-Gründer bei Acadamy Token. Die Kryptowährung, soll Zugang zu Online-Kursen für kommende Krypto-Experten geben. Der ACAD ist bislang aber bedeutungslos. Sords steht hinter Dionysia, das sich selbst als „weltweit erstes dezentralisiertes globales Studio“ preist. Dieses Projekt will laut Roadmap die Anfangsfinanzierung von „Crypto“ stemmen, 2020 eine eigene Kryptowährung launchen und 2021 eine Mars-Mission finanzieren. Zumindest auf den ersten Blick beschleicht einen das Gefühl, dass King und Sords selbst als Vorbilder für Figuren bei „Crypto“ dienen könnten. Mit „Gotti“ legte Connolly übrigens zuletzt als Regisseur 2018 einen kapitalen Flop hin.

Hintergrund zur geplanten TV-Serie „Crypto“

Connolly sagt, „Crypto“ solle dem Publikum als fiktionale TV-Serie die Angst vor Kryptowährungen nehmen. Als Plot sei die Geschichte einer Schauspielergruppe angedacht, die ihren nächste Film durch eine ICO und eigene Coins finanzieren wollen, um der „Halsabschneider-Industrie“ von Hollywood ein Schnippchen zu schlagen. Connolly spricht von einer „David gegen Goliath“-Story. Das Motiv habe ihn fasziniert und zum Mitmachen bewegt. Nicht nur irgendwie erinnert das Ganze auffallend an das Leben der Personen, die „Crypto“ jetzt öffentlich machten. Ein Filmplakat scheint aber bereits vorhanden, an einem Trailer hingegen hapert es noch.

Schlangengrube Filmindustrie

Mit Investments in Filmproduktionen haben Anleger schon viel Geld verloren. Auch wenn die Krypto-Szene sicher genug Stoff hergibt für eine packende TV-Serie – die Finanzierung von „Crypto“ ist offen. Zwischen den Zeilen klingt es so, als ob King und Sords auf Unterstützung von Krypto-Anlegern hoffen. Doch dazu gehört bei den bisher vorliegenden Infos schon extrem viel Risikobereitschaft.

Please follow and like us:

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*