Warum Julian Hops DeFiChain Anleger erneut dabei sind ihr Investment zu verlieren

Mit DUSD hat Julian Hosp einen algorithmischen Stable Coin geschaffen der vor dem Zusammenbruch steht und viele enttäuschte Anleger zurücklassen wird. 

Wer bisher in Projekte von Julian Hosp investiert hat der hat damit in der Vergangenheit zumeist den Großteil seines Investments wieder verloren. Dazu zählte zunächst Lyoness. Dabei handelt es sich um ein Pyramidensystem das Julian Hosp im großen Rahmen beworben hat. Wer will kann sich eines seiner Videos (wie er versucht potentielle Anleger zu überzeugen) gerne hier anschauen. Überflüssig zu erwähnen, dass hier am Ende viele Anleger ihr Geld verloren haben. Julian Hosp hat sich zwar irgendwann von Lyoness losgesagt hat aber an dem System fürstlich verdient wie er im Video erzählt.

Nach dem Debakel mit Lyoness war Julian Hosp ein Teil von TenX. Auch hier sind viele fragwürdige Aktionen gelaufen. So konnten wir etwa in der Vergangenheit zeigen, dass viele seiner PAY Token zu fragwürdigen Zeiten verkauft wurden. TenX gibt es heute in der Form nicht mehr und auch der PAY Token ist mittlerweile wertlos. Es hat sich sogar gezeigt, dass einer der Gründer von TenX hinter dem DAO Ethereum Hack steckte wie Laura Shin in ihrem aktuellen Buch „The Cryptopians“ zeigt. Von der ehemaligen TenX Führung neben Julian Hosp fehlt heute jede Spur.

Das aktuelle Projekt von Julian Hosp heißt DeFiChain. Wie der Name bereits vermuten lässt soll damit ein Krypto Ökosystem geschaffen werden, dass voll auf DeFi (Decentralized Finance) setzt. Das eigentlich faszinierende dabei ist, dass es Julian Hosp auch hier wieder geschafft hat zahlreiche Anleger zu gewinnen. Selbst Anleger die teilweise schon bei TenX mit ihm Geld verloren haben sind nun zum Teil wieder bei DeFiChain investiert. Das Projekt hat unter dem Namen DFI auch einen eigenen Token, dieser hatte zu Höchstzeiten einen Wert von über 2,3 Mrd US Dollar. Wer jemals versucht hat DeFiChain zu nutzen merkt eigentlich schnell wie schlecht das System ist. Denn es ist wenig intuitiv zu bedienen und ist eigentlich nur ein Haufen Mist der irgendwie zusammengezimmert wurde. Die Details spare ich euch hier um meinen Blutdruck nicht durch die Decke zu bringen.

Vor allem interessant bei DeFiChain ist, dass sie mit DUSD auch einen eigenen algorithmischen Stable Coin haben. Hier sollten die Alarmglocken schon angehen, denn vor ein paar Monaten haben wir gesehen, dass mit Terras UST bereits der größte algorithmische Stable Coin zusammen gebrochen ist. UST hatte zum All Time High eine Marktkapitalisierung von 18 Mrd US Dollar. Neben Luna wurde er auch durch Bitcoin und anderen Kryptowährungen im Wert von mehreren Milliarden US Dollar abgesichert. Auch andere algorithmische Stable Coins sind bereits gescheitert. Die einzigen seriösen Projekte von algorithmischen Stable Coins, die noch existieren sind vor allem deshalb noch da, weil sie zu 100% und mehr gedeckt sind. Die Guthaben dafür sind also auch wirklich da.

Bei DUSD ist das anders. In den vergangenen Wochen haben wir erlebt wie der Preis von DUSD zeitweise auf unter 0,70 US Dollar gesunken ist. Daraufhin gab es zahlreiche Rettungsversuche den sogenannten Peg (1DUSD=1USD) wiederherzustellen.

Wie am Preis zu erkennen ist von aktuell über 1 US Dollar ist dies auch gelungen. Anleger zahlen dafür aber einen hohen Preis. Denn wer seine DUSD in eine andere Währung tauschen will zahlt dafür aktuell 30%(!) Gebühren. De Facto sind die DUSD also immer noch nur 70 Cent wert. All das ist natürlich so gar nicht die Idee von DeFi. Da DUSD außer auf der eigenen Plattform nirgendwo gehandelt wird lassen sich diese Gebühren auch nicht umgehen. Wirklich problematisch wird es wenn wir uns anschauen wie hoch DUSD abgesichert ist. Denn aktuell hat DUSD nur einen sogenannten Collateral von etwa 5% (weit unter dem von Terra UST damals). Das heißt wenn alle Anleger gleichzeitig ihre DUSD tauschen bleibt ihnen nur noch 5% ihres Investments. Das eigentliche Phänomen ist, dass Anleger hier immer noch Julian Hosp vertrauen und es noch keinen sogenannten „Bank Run“ gab. Aber auch hier werden die Stimmen kritischer. Nach allem was wir aktuell wissen und gelernt haben muss das ganze System irgendwann zusammenbrechen. Das Team von DeFiChain spricht selbst davon, dass sie irgendwann 50% von DUSD abgesichert haben wollen. Aber auch das sollte bei weitem nicht ausreichen. Ein Zusammenbruch scheint hier vorprogrammiert.

Neben DFI un DUSD gibt es bei DeFiChain noch viele weitere Token, die geschaffen wurden. So wurde etwa versucht bekannte Aktienwerte als Token abzubilden. Dazu zählen etwa Tesla (DTSLA) und Apple. Fast überflüssig zu erwähnen, dass es das System auch hier nicht schafft einen sogenannten Peg zum Originalpreis der Aktie herzustellen.

Alles in allem ist erstaunlich das Julian Hosp es bisher geschafft hat den Zusammenbruch so weit hinauszuzögern. Wer sich die Besuche der Webseite von DeFiChain anschaut wird feststellen, dass auch dieses mal wieder viele Anleger aus Deutschland ihr Geld verdienen werden. Denn ein Großteil der Anleger von DFI, DUSD und Co. kommt wieder aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Der größte Witz dabei ist übrigens, dass es auf der DeFiChain Seite einen Blog Post gibt in dem erklärt wird, warum sich DUSD nicht mit Terra Luna UST vergleichen lässt. Dabei wird ausgeführt, dass Terra Luna UST nur einen wirklichen Anwendungsfall hatte (mit Anchor wo Nutzer fast 20% Zinsen bekommen haben wenn sie ihr UST dort angelegt haben). Im Gegensatz dazu wird bei DUSD angegeben, dass es bei ihnen deutlich mehr Anwendungsfälle gibt. Was dabei aber völlig außer acht gelassen wird ist die Tatsache, dass es keine Rolle spielt, dass es mehr Anwendungsfälle gibt wenn es sich dabei immer um die gleichen Nutzer handelt. Denn nur von den Anlegern im DeFiChain System wird DUSD genutzt.

R.I.P. DeFiChain (it’s about time)


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