ApeCoin (APE): Kritik an vorgetäuschter Dezentralität – droht Enttäuschung?

Seit einer Woche wird ApeCoin (APE) auf den globalen Kryptobörsen gehandelt und hat zum Debüt ein Momentum entwickelt. Doch jetzt werden kritische Stimmen lauter, welche Dezentralität bei ApeCoin bezweifeln.

ApeCoin (APE) ist seit seinem Launch vor einer Woche der gehypte Altcoin der Stund und hat sich unter den 40 kapitalstärksten Kryptowährungen festgesetzt. Die Ankündigung eines Metaverse „Otherside“ für ApeCoin hält die Aufmerksamkeit hoch und Optimisten sehen APE auf dem Weg hin zu neuen Horizonten. Doch etwa bei Reddit lässt sich auch nachverflogen, warum ein blinder Kauf von ApeCoin in Frust umschlagen könnte. Stein des Anstoßes sind zwei miteinander verknüpfte Fakten, auf die auch wir schon vom ersten Bericht ab hingewiesen haben.

Denn bei der Verteilung von ApeCoin zum Start und über die kommenden Jahre werden im Grunde 53 Prozent aller APE an ausgewählte Gruppen ausgeschüttet und können erst von dort auf den freien Markt gelangen. Nun ist es bei neuen Kryptoprojekten keine Seltenheit, dass Gründer, Entwickler, frühe Investoren und Unterstützer kostenlos oder zu stark reduzierten Preisen an die Coins beziehungsweise Token des Projekts kommen. Doch die Verteilung bei ApeCoin, die auf der Webseite aufgelistet wird, mutet schon sehr forsch an. 15 Prozent aller APE gehen an die Mitarbeiter von Yuga Labs, welches mit dem NFT Projekt Bored Ape Yacht Club den Grundstein für ApeCoin gelegt hat. Wer eines der 10.000 Bored Ape Yacht Club NFT besitzt, wird ebenfalls reich mit APE beschenkt. Die Gründer von Yuga Labs haben sich 8 Prozent aller Apecon reserviert und 14 Prozent gehen an „Unterstützer“. Zusammengerechnet sind das laut Diskussionsteilnehmern bei Reddit 53 Prozent aller APE, die gar nicht frei gekauft, sondern gratis an kleine Personengruppen verteilt werden.

ApeCoin Foundation – sind Mehrheiten vorbestimmt?

Grundsätzlich soll eine neugegründete ApeCoin Stiftung die Zukunft von APE bestimmen und organisieren. Auch hier ist an sich ein typisches Muster, wie Kryptoprojekte aufgebaut werden. Nach einer Übergangsphase gehen die Entscheidungsprozesse an die Community über – und ApeCoin gilt dabei als Stimmzettel für demokratische Prozedere. Die ApeCoin Foundation hat sogar prominente Gesichter im vorläufigen Vorstand mit an Bord, welche Türen offen könnten. Im Statut stehen sie nach sechs Monate erstmals zur Wahl. Doch wenn die Mehrheit aller APE dann immer noch oder ohnehin in einem kleinen Klub von Begeisterten liegt, die bereits durch Bored Ape Yacht Club beachtliche Profite einstrichen? Wo bleibt da die realistische Chance zur Mitbestimmung oder wird sie überhaupt wahrgenommen? Das an sich eiserne Prinzip von Dezentralität ist hier zumindest schon vom Ausgangspunkt her schwammig.

Fazit: ApeCoin ist ein riskantes Investment

Ob APE als bizarrer Meme Coin in die Geschichte der Kryptoindustrie eingeht oder nachvollziehbaren Wert entwickelt, ist zu diesem frühen Zeitpunkt nicht vorhersehbar. Mit dem Ziel eines Metaverse besetzt ApeCoin ein Trendthema und der Teaser in Videoform dazu ist überaus attraktiv. Fairerweise sollte auch angemerkt werden, dass ein guter Teil der zugeteilten APE nicht direkt verkauft werden kann, also Gewinnmitnahmen für die Begünstigten sofort nicht komplett möglich ist. Doch ohne echten bewiesenen Anwendungsfall bleibt APE vorerst ein riskantes Investment.


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