Binance investiert 200 Millionen US-Dollar in Traditionsmedium Forbes

Die weltgrößte Kryptobörse Binance kauft sich mit 200 Millionen US-Dollar bei Forbes ein. Das traditionsreiche Medienhaus will damit einen Börsengang stemmen und soll redaktionell unabhängig bleiben.

Die nach Umsatz und Kundenzahl weltweit führende Kryptobörse Binance tätigt ein symbolträchtiges Investment: Für 200 Millionen US-Dollar kauft Binance Anteile am Medienunternehmen Forbes, das 1917 gegründet wurde und zu den global bekannten Medienmarken zählt. Binance CEO Changpeng Zhao (CZ) bestätigte entsprechende Berichte wie von CNBC per Twitter und versichert, dass die Unabhängigkeit der Redaktionen bei Forbes unberührt bleibt. Binance sieht sich von klassischen Finanzmedien häufig unfair behandelt. Doch CZ merkt per Twitter an, dass kritische Berichterstattung für solche Unruhe stiftenden Industrien wie der Kryptobranche notwendig sei.

Binance sieht seinen Einstieg bei Forbes demnach als strategischen Schritt für das künftige Web3. Die starke Marke Forbes werde durch das Investment in die Lage versetzt, sich auf neue Vertriebswege vorzubereiten. Konkret will Forbes möglichst noch in diesem Jahr an die Börse und dafür mit einem sogenannten SPAC-Unternehmen zusammengehen. Eine solche Special Purpose Acquisition Company ist bereits an der Börse notiert mit dem vorrangigen Ziel, einem künftigen Besitzer den Börsengang wesentlich zu erleichtern. Für Forbes ist das Börsenkürzel FRBS geplant und die 200 Millionen US-Dollar von Binance sollen dazu dienen, die SPAC-Übernahme mitzufinanzieren. Binance erwartet zwei von den neun Sitzen im Aufsichtsrat bei Forbes.

Bekannt ist Forbes beispielsweise für seine jährlichen Listen der reichsten Menschen der Welt, in der CZ selbst mit einem geschätzten Vermögen von 96 Milliarden US-Dollar weit oben auftaucht. Nach eigenen Angaben erreicht Forbes über seine Magazine, Konferenzen und Web-Präsenzen mehr als 150 Millionen Menschen weltweit. Insidern zufolge hatte Binance drei große Medienunternehmen auf ein mögliches Investment hin geprüft, bevor die Wahl auf Forbes fiel.

Fazit: Binance will über Kryptoindustrie hinaus expandieren

Mit 104 Jahren Geschichte ist Forbes nicht nur für US-Maßstäbe ein Dinosaurier der Medienbranche. Der Einstieg von Binance als „neureichen“ und branchenfremden Investor markiert insofern einen bemerkenswerten Schritt und wird von außen und intern in den Redaktionen sicherlich kritisch beäugt. Doch andererseits hat Binance etwa mit der Übernahmen des Datendiensts CoinMarketCap schon früher beweisen, dass man rund um das Kerngeschäft Kryptobörse nach Möglichkeiten sucht, sein Geschäftsmodell breiter aufzustellen. Mit dem gewichtigen Anteil an Forbes werden Binance und CZ in den USA salonfähig, auch dieser Faktor dürfte eine Rolle für die Entscheidung gespielt haben.


Wer noch keinen Binance Account hat kann sich hier einen einrichten und dabei 10% Gebühren sparen, alles wichtige dazu erfahrt ihr hier.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*